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Haferschleim – nicht nur gesund während einer Diät

Lecker sagt der eine, igitt der andere. Schon der Name Schleim könnte Übelkeit aufkommen lassen und wirkt alles andere als appetitanregend. Was ist also dran, am Haferschleim?

Die Engländer nennen ihn Porridge. In Großbritannien und den USA erfreut sich der warme Haferbrei großer Beliebtheit. Aber auch in Deutschland weiß man ihn zunehmend zu schätzen. Doch warum ist das so?

Ursprünglich war er ein günstiges Arbeiteressen in Schottland. Vielleicht ist er gerade deshalb so gesund, weil Menschen auf der Suche nach gesundem und bezahlbarem Essen waren. Sicherlich bauten ihn die Schotten sogar selbst an, was ja heutzutage eher weniger der Fall ist.

Warum Haferschleim so gesund ist

Hafer zählt zu den wertvollsten und gesündesten Getreidesorten überhaupt. Zudem ist er nahezu glutenfrei, was ihn bei Unverträglichkeit interessant macht. Er enthält viel Eiweiß und dient mit einem hohen Ballaststoffgehalt sowie vielen Mineralstoffen und Vitaminen.

Diese ideale Kombination sorgt für einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel und hilft auch dem Immunsystem. B-Vitamine sorgen zudem für Power. In Kombination sind diese B-Vitamine gemeinsam mit den enthaltenen Spurenelementen Zink, Mangan und Kupfer mitverantwortlich für starke Fingernägel, sowie eine schöne und gesunde Haut. Auch die Haare erscheinen in neuem Glanz.

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Die zahlreichen Talente des Hafers

Hafer besitzt zahlreiche Talente. Das enthaltene Biotin macht Haut und Haare schön und straff und versorgt gleichzeitig die Nerven. Er enthält viel Eisen (2,4 mg/40 g Hafer) und hat somit durchschnittlich genauso viel, wie Fleisch. Wer unter Magnesiummangel leidet, kann mittels Hafer Abhilfe schaffen. Das Supertalent enthält auf 40 g etwa 60 mg Magnesium. Wer Haferschleim aus mindestens 40 g Hafer, 1 Banane, ½ geriebenen Apfel, 2 Datteln und 20 g Sonnenblumenkernen zum Frühstück verzehrt, hat damit bereits seinen halben Tagesbedarf an Magnesium (300 – 400 mg) gedeckt.

Das im Hafer enthaltene Silicium belohnt zudem mit einem straffen Bindegewebe, was ihn gerade für Frauen ins Rampenlicht rückt. Auch Haare und Fingernägel profitieren vom Supergetreide. Krankheiten wie Arthrose, Arthritis und andere Knochenerkrankungen können aufgrund des hohen Siliciumgehaltes deutlich verbessert werden.

Hafer ist ein Supertalent. Warum also noch lange warten?

Was sagt die Verdauung dazu?

Schon unsere Urgroßmütter wussten um die positive Wirkung von Haferbrei auf den Darm. Die im Getreide enthaltenen gesunden Ballaststoffe sorgen für die Regulierung der Verdauung. Doch das ist noch nicht alles, sie bilden im Magen eine Schutzschicht, die den sauren Magensaft von der Schleimhaut fernhält. Wissenschaftler fanden Hinweise, dass Haferschleim die Bakterienflora des Darms positiv beeinflusst.

Dieses Wissen kann vor allem im Zusammenhang mit Antibiotika-Medikation von großem Nutzen sein. Denn die Einnahme von Penicillin & Co. geht mit einer zerstörten Darmflora einher. Der Wirkstoff des Medikamentes kann gute und schlechte Bakterien nicht voneinander unterscheiden und eliminiert einfach alle. Hier kann Haferschleim offensichtlich ein wertvoller Helfer beim Wiederaufbau sein.

Machen Haferflocken nicht dick?

Ja, Haferflocken enthalten viele Kalorien (100 g punkten mit 372 kcal). Doch das heißt nicht, dass sie auch dick machen. Sie liefern lediglich jede Menge Energie und halten aber gleichzeitig lange satt. Dafür sorgen die Ballaststoffe. Sie dämpfen den Hunger und halten den Blutzucker- und Cholesterinspiegel im Zaum.

Eine Studie …

… stellte einen äußerst interessanten und informativen Vergleich an: Haferbrei versus Cerealien – und machte die Probe aufs Exempel. 47 Personen nahmen an der Studie teil. Eine Hälfte erhielt einen mit Milch gekochten Haferbrei, die andere Hälfte Cerealien auf Haferflockenbasis mit kalter Milch. Die Kalorienzahl war bei beiden Gruppen identisch. Zu Mittag durften die Teilnehmer der beiden Gruppen dann essen, was und so viel sie wollten.

Bei den Getränken konnten sie zwischen einem kalorienfreien und einem kalorienhaltigen Getränk wählen. Die Wissenschaftler stellten anschließend fest, wie viele Kalorien die einzelnen Teilnehmer beim Mittagessen zu sich genommen hatten. Das Ergebnis: Wer warmen Haferbrei zum Frühstück hatte, aß deutlich weniger!

Die Haferbreifraktion aß deutlich weniger Fett und Proteine, d. h. sie nahmen weniger Kalorien zu sich. Verantwortlich ist nach Vermutung der Wissenschaftler der Ballaststoff Beta-Clucan, der wohl entscheidend für den Sättigungseffekt ist. Das funktionierte aber nur bei gekochtem Haferbrei. Das brachte die Forscher zu der Annahme, dass die Art der Zubereitung des Haferbreis dazu führt, dass sich die Beschaffenheit der Ballaststoffe verändert. Diese Tatsache sorgte für das veränderte Essverhalten am Mittagstisch. Fazit: Wer abnehmen will, sollte Haferschleim in seinen Frühstücks-Speiseplan aufnehmen.

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Ein einfaches Rezept für Haferschleim

Gekocht ist er schnell und das Grundrezept ist ganz einfach: Man nimmt vier Esslöffel Haferflocken und kocht sie mit zwei Tassen Wasser oder Milch und einer Prise Salz auf. Das Ganze lässt man ca. fünf bis zehn Minuten ziehen, bis die typische, leicht zähe Konsistenz zustande kommt. Je nach Geschmack kann man auch gern ein wenig Zimt drüberstreuen.

Klein geschnittenes Obst oder auch Trockenfrüchte sorgen für Abwechslung. Gerade der Herbst bringt viele frische Früchte wie Äpfel, Trauben oder Pflaumen auf den Tisch und in die Läden. Wer den Brei gern süß mag, jedoch keinen Zucker verwenden möchte, greift auf kleingedrückte oder stückige Bananen zurück.

Für ganz Eilige hält der Supermarkt auch Fertigprodukte bereit. Sie basieren auf Hafermehl oder Haferschrot, die einfach nur mit heißer Milch oder Wasser angerührt werden.

Gewöhnungsbedürftig

Für viele Menschen ist Haferschleim sicherlich gewöhnungsbedürftig. Doch angesichts der Gesundheitsbilanz könnte man dazu neigen, die gesunden Cerealien einmal auszuprobieren bzw. auf Herz und Nieren zu prüfen. Der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier und nach einer gewissen Zeit möchte man den Haferschleim vielleicht gar nicht mehr missen.

Man muss ihn ja nicht pur essen, sondern kann ihn nach Belieben verfeinern. Aufgrund seiner positiven Wirkung auf den Verdauungstrakt wird nun auch klar, warum Pferde ihn so lieben.

Über Michael (Doc) Young

Michael "Doc" Young - Seit 8 Jahren Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's.

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