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Pescetarier – Ernährung unter Gesichtspunkten der Evolution?

Pescetarier verzichten auf den Genuss von Fleisch, das von gleichwarmen Tieren stammt.

Was versteht man unter Pescetarismus?

Der Pescetarismus ist eine Ernährungsform, die sich beinahe mit der von Vegetariern deckt. Auf dem Speiseplan der Pescetarier steht allerdings Fisch. Auf Wurst, Fleisch wird verzichtet. Der Begriff kommt aus dem lateinischen, abgeleitet von dem Wort piscis, welches Fisch bedeutet. Auch Meeresfrüchte gehören auf den Speiseplan der Pescetarier.

Pescetarier Gründe für diesen Lifestyle

Viele, die sich gesund ernähren möchten, wollen auf tierische Produkte nicht verzichten. Fisch ist viel gesünder als Fleisch, denn er enthält wertvolle Omega 3 Fettsäuren. Doch nicht jeder Fisch sollte gegessen werden. Einige Fischarten sind mit Schwermetallen belastet. Dazu gehören unter anderem der Schwertfisch, Thunfisch und alle Fische, die am Ende der Nahrungskette sind.

Da die Ernährung von Pescetarier auch aus Obst, Gemüse und Getreide besteht, wird der Körper mit den wichtigsten Nährstoffen und Vitaminen versorgt. Im Unterschied zu Veganern, brauchen Pescetarier keine zusätzliche Zufuhr von Vitamin B12 in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Die Zahl der Pescetarier steigt ständig, es wird geschätzt, dass sich bis zu 300 Millionen Menschen auf diese Weise ernähren. Dabei spielt der Ort eine Rolle.

Pescetarier - Ernährung unter Gesichtspunkten der Evolution?
Pescetarier – Gesundheit über Ernährungrung

In Ländern und Gegenden, in denen Fisch in reichlicher Menge vorhanden ist, gibt es mehr Pescetarier. Eine weitere Einstellung der Pescetarier ist es, die Massentierhaltung zu vermeiden. Die Tiere werden unter widrigen Bedingungen gehalten. Sie können ihren natürlichen Aktivitäten nicht nachgehen.

Kein Schwein in der Massentierhaltung darf, so wie es gewohnt ist, im Dreck wühlen. Tiere in Massentierhaltung sind anfälliger bezüglich Krankheiten. Um diesen Vorzubeugen werden ihnen Medikamente, teils auch Antibiotika verabreicht. Diese isst man mit und es könnte passieren, dass man eine Resistenz gegen Antibiotika entwickelt.

Pescetarier Ernährung Unterschied zu vegetarisch und vegan

Vegetarier

Die vegetarische Ernährung verzichtet auf Produkte, die vom toten Tier stammen. Es kommt weder Fleisch noch Fisch in der vegetarischen Ernährung vor. Käse wird auch nur selten gegessen, da für dessen Herstellung Lab benötigt wird.

Lab ist ein Ferment, das aus dem Kälbermagen gewonnen wird, also tierischen Ursprungs. Produkte, in denen Gelatine enthalten ist, werden von Vegetariern nicht gegessen. Grund dafür ist, dass Gelatine aus Knochen erzeugt wird. Ebenso steht Schmalz oder andere tierische Fette nicht auf dem Speiseplan überzeugter Vegetarier.

Veganer

Noch strenger sind die Veganer bei ihrer Ernährung. Sie verzehren kein Produkt tierischen Ursprungs. Sie vermeiden Eier, Butter, Milch und auch Honig. Natürlich fehlen auch der Käse sowie andere Milchprodukte auf dem Speiseplan. Diese Nahrungsmittel enthalten Kalzium, das für den Aufbau der Knochen wichtig ist. Veganer müssen diese fehlenden Stoffe dem Körper in Form von Nahrungsergänzungsmittel zuführen.

Pescetarier

Pescetarier verzichten auf den Genuss von Fleisch, das von gleichwarmen Tieren stammt. Gleichwarme Tiere sind unter anderem Geflügel, Schaf, Schwein und Rind. Auf den Speiseplan der Pescetarier stehen wechselwarme Tiere, wie Fisch und Meeresfrüchte. Das Ganze hat ethische Gründe. Pescetarier glauben, dass Fische dem Menschen, evolutionstechnisch gesehen, weiter entfernt sind, als die vorhin erwähnten Säugetiere.

Typische Pescetarier Rezepte beinhalten:

Jedes Rezept der pescetarischen Küche enthält Gemüse und Fisch. Aufgrund der vielfältigen Nahrungsmittel, die der Pescetarier isst, können daraus leckere Gerichte gekocht werden. Die so beliebten Hamburger können mit Fisch zubereitet werden. Sie können als klassischer Burger, garniert mit Salat, Tomate und Zwiebel serviert werden. Wird das Laibchen auf dem Teller serviert, eignen sich geröstetes Gemüse und ein Salat als Beilage.

Grillen ist im Sommer der Trend. Auch dabei muss auf die pescetarische Ernährung nicht verzichtet werden. Fisch kann sehr gut gegrillt werden. Man legt ihn kurz auf den Grill und lässt ihn von beiden Seiten kross werden.

Spieße mit Garnelen oder Fisch sind einfach herzustellen und schmecken nicht nur Pescetariern. Gerne kann es aber auch einmal ein Gericht ohne Fisch sein. Gefüllte Kartoffeln sind zwar etwas aufwendiger in der Zubereitung, können aber mit Möhren oder Spinat gefüllt werden. Schneidet man sie auf, isst das Auge schon mit.

Pizza, Lasagne und Spaghetti mit Soße, das sind die drei Lieblingsgerichte der Deutschen. Es ist ohne Probleme möglich, diese Gerichte auf die pescetarische Ernährung abzustimmen. Die Soße für die Spaghetti kann ohne Fleisch, sondern nur mit Tomaten und vielen Kräutern zubereitet werden. Auf die Pizza kommt statt Schinken oder Salami einfach Fisch. Gleich verhält es sich mit der Lasagne. Wahlweise besteht die Soße mit oder ohne Fisch.

Empfehlenswertes Pescetarier Kochbuch

Da die Zahl der Pescetarier steigt, kommen auch immer mehr Kochbücher mit Rezepten für diese Personengruppe auf den Markt. Sehr zu empfehlen ist das große Logi Fischkochbuch von Susanne Thiel und Anne Fischer.

Es enthält nicht nur über 100 Rezepte mit Fisch und anderen Meeresfrüchten, sondern auch Tipps über den richtigen Einkauf von Fisch. Es ist nicht nur für Neueinsteiger gedacht. Auch Personen, die bereits Pescetarier sind, werden hier neue Rezepte und Anregungen finden, wie sie ihren Speiseplan noch abwechslungsreicher gestalten können.

Häufig auftretende Pescetarier Mangelerscheinungen

Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, muss man als Pescetarier genau über die Nährstoffe der Nahrungsmittel Bescheid wissen. Besonders kritisch ist es, wenn Kinder oder Schwangere sich so ernähren. Wichtige Nährstoffe, an denen eventuell ein Mangel bestehen könnte, sind die Vitamine D, B2, B12 oder auch Jod. Daher sollten Pescetarier darauf achten, dass diese Vitamine und Spurenelemente in der Nahrung vorkommen. Es empfiehlt sich, zum Würzen der Speisen jodiertes Salz zu verwenden.

Vitamin D wird über die Haut aufgenommen. Es reichen etwa 15 bis 30 Minuten Sonneneinstrahlung aus, um den Körper mit diesem Vitamin zu versorgen. In den Wintermonaten kann das zu einem Problem werden. Daher muss der Körper über die Ernährung damit versorgt werden. Der Körper braucht täglich etwa 5 Mikrogramm Vitamin D. Dieses ist in 500 Gramm Käse, 20 Gramm Hering oder in 4 Hühnereiern enthalten.

Das Vitamin B2 ist im Vollkornbrot, in Hülsenfrüchten, Spargel, Nüssen und im grünen Blattgemüse enthalten. Daher müssen diese Nahrungsmittel auf den Speiseplan der pescetarischen Ernährung.

Hauptsächlich in tierischen Produkten findet man das Vitamin B12. Da Pescetarier jedoch Fisch essen, sollte es kein Problem sein, seinen Vitamin B12 Bedarf zu decken. Die einzige pflanzliche Quelle, die dieses Vitamin enthält, sind Algen. Da sie aber gut zu Fischgerichten passen, können sie als Würze eingesetzt werden.

Achtet der Pescetarier darauf, dass alle genannten Nahrungsmittel in seinem Ernährungsplan vorkommen, so treten auch in den seltensten Fällen Mangelerscheinungen auf.

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Über Michael (Doc) Young

Michael "Doc" Young - Seit 8 Jahren Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's.

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