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Basenfasten – Mit System Körper entschlacken

Sprechen Experten von Basenfasten meinen sie damit eine spezielle Heilfastenform. Auch hierbei handelt es sich somit um eine Entschlackungskur, die dazu führt, dass der menschliche Körper entgiftet wird.

Viele Wissenschaftler für Ernährung sehen die Fastenkuren zum Abnehmen aber eher kritisch, dennoch findet das Basenfasten aber immer mehr Anhänger. Wir haben uns jetzt die Frage gestellt, ob sich diese Methode auch tatsächlich zum Abnehmen eignet und somit auch die Funktionswiese genau unter die Lupe genommen.

Wer hat die Methode Basenfasten entwickelt?

Sabine Wacker nennt sich die Entwicklerin dieser doch noch recht neuen Methode des Heilfastens. So ist die junge Frau als Heilpraktikerin in Mannheim tätig und hat nach ihrem erfolgreichen Medizinstudium und zwei abgeschlossenen Berufsausbildungen, vor rund 18 Jahren, dass Basenfasten ins Leben gerufen.

Als Autorin finden sich demnach auch einige Bücher von Sabine Wacker auf dem Markt, die sich mit diesem Thema befassen. Vor etwa drei Jahren gründete diese Expertin zudem ein professionelles Basenfasten Franchise-System für Hotels, welches inzwischen vielerorts angewendet wird.

Was ist Basenfasten?

Erst vor gut 18 Jahren entwickelte die Heilpraktikerin Sabine Wacker das Basenfasten, so dass es sich hier eigentlich noch um eine recht junge Methode des Fastens handelt. Nachdem diese noch einmal gründlich überarbeitet wurde, findet das Basenfasten auch bei anderen Experten große Beachtung. Neben dem Saft-, sowie Heilfasten, hat sich somit auch das Basenfasten einen Namen gemacht.

Während andere Fastenkuren aber häufig mit einem knurrenden Magen in Zusammenhang stehen, gilt es beim Basenfasten zwar auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten, der Anwender darf aber dennoch seinen Hunger stillen. So handelt es sich auch bei dieser besonderen Methode um Abnehmen mit Genuss bzw. um Abnehmen ohne Hungern, was viele Diätwillige natürlich als sehr vorteilhaft sehen.

So meiden die Anwender in diesem Fall säurebildende Nahrungsmittel. Im Wesentlichen handelt es sich hier, um Getreide, sowie um tierisches Protein. Diese Lebensmittel werden während dieser speziellen Fastenkur für einen bestimmten Zeitraum vom Speiseplan gestrichen.

Wie nehmen Anwender das Basenfasten vor?

Nimmt der Mensch Weißmehlprodukte, Zucker, Alkohol, Fast Food, sowie tierische Nahrungsmittel zu sich, produziert der menschliche Körper Säuren, die allzu zügig ein Ungleichgewicht ins Leben rufen können. Durch eine ungesunde Ernährungsweise, sowie durch zu wenig Bewegung gerät demnach der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht und verlangsamt den Stoffwechsel, behindert das Wohlbefinden und führt außerdem zu Übergewicht.

Aus diesem Grund besteht das Basenfasten überwiegend aus einem Speiseplan mit basenreichen Nahrungsmitteln, wie Gemüse und Obst. Mit Hilfe dieses speziellen Ernährungsplans wird somit der Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht gebracht und der ph-Wert im menschlichen Körper reguliert.

Nach Angaben der Entwicklerin dieser Fastenmethode begünstigt ein Säureüberschuss im Körper nicht nur das allgemeine Unwohlsein, sondern fördert auch Krankheiten, wie Osteoporose, Diabetes, sowie einen zu hohen Blutdruck. Menschen, die häufig mit Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen oder Infekten zu kämpfen haben, leiden in diesem Fall oftmals an den Folgen der falschen Ernährungsweise und demnach an einer chronischen Übersäuerung ihres Körpers.

Aus diesem Grund, gilt es während des Basenfasten auf Nahrungsmittel zu verzichten, die Säure bilden. Fisch, Fleisch, Wurst, Weißmehl-, Milch-, wie Vollkornprodukte gilt es somit während dieser Fastenmethode nicht mehr zu sich zu nehmen.

Welche säurebildenden Nahrungsmittel gilt es während des Basenfastens strikt zu meiden?

  • Essig, wie Senf
  • Polierte, wie geschälte Getreidesorten
  • Alle Milchprodukte
  • Eier, aber ebenso reines Eiweiß
  • Margarine
  • Sämtliche Fischsorten, sowie Schalentiere
  • Jede Fleischart, aber auch Wurst, wie Schinken
  • Öle, sowie gehärtete und raffinierte Fette
  • Fleischbrühe
  • Polierter Reis
  • Alle Vollkornprodukte
  • Artischocken, Spargel, Rosenkohl und Hülsenfrüchte
  • Kohlensäure versetzte Getränke und Limonaden
  • Sämtliche Nusssorten außer Mandeln und frische Walnüsse
  • Alle Teigwaren und besonders Weißmehlprodukte
  • Süßigkeiten
  • Zahlreiche Fertigprodukte
  • Früchte-, wie schwarzer Tee und Bohnenkaffee
  • Alkoholische Getränke

Wie funktioniert das Basenfasten nach der neuen Methode?

Beim modernen Basenfasten sind die Regel bezüglich auf das Essen nicht mehr ganz so streng festgelegt. So gilt es aber auch hier im Grunde am Vormittag Obst zu essen, zu Mittag auf Salat zu setzen und am Abend den Hunger mit Gemüse zu stillen.

Die auch genannte „Wacker-Methode“ zeichnet sich dadurch aus, dass der menschliche Körper sowohl entgiftet, als auch entsäuert wird und dennoch dürfen die Anwender ihren Magen weiterhin füllen. Lediglich die säurebildenden Nahrungsmittel gilt es während des Basenfastens vom Ernährungsplan zu streichen.

So ist das Basenfasten eigentlich nicht entwickelt worden damit Anwender erfolgreich abnehmen können. Dennoch führt dieser besondere Speiseplan zu einer Gewichtsreduktion, der in einer Woche bis zu vier Kilogramm Gewicht verabschieden kann. Durch die neue Ernährungsweise kommt der Stoffwechsel richtig auf Trab und somit werden weitaus mehr Kalorien verbrannt, als bisher. Dies führt demnach zu einer Gewichtsabnahme.

Welche Regeln gilt es beim Basenfasten zu beachten?

Wer erfolgreich mit dieser speziellen Methode des Basenfastens seinen Körper Gutes tun möchte, muss hier einige Regeln befolgen. Nur auf diese Weise erfolgt eine positive Wirkungsweise dieser Entgiftungskur.

  1. Trinken Sie viel

Wie bei jeder anderen Fastenkur auch, gilt es hier ebenso stets seinen Flüssigkeitshaushalt im Auge zu behalten und viel zu trinken. Täglich dürfen es da gerne zwischen zwei und drei Liter sein. Lediglich stilles Wasser, sowie Kräutertees ohne Zucker sollten jetzt den Durst stillen.

  1. Würzen Sie Ihr Essen sparsam

Werden Mahlzeiten zu stark gewürzt, verwirrt das die Geschmacksnerven und es kommt verspätet zu einem Gefühl der Sättigung. Demnach gilt es so wenig Pfeffer und Salz, wie nur möglich zu nutzen und auf Knoblauch komplett zu verzichten.

  1. Essen Sie nur kleine Portionen

Während des Basenfastens darf der Hunger zwar gestillt werden, dennoch gilt es nicht Unmengen von Gemüse zu essen. Um eine Entlastung des Stoffwechsels herbei zu führen, sollte demnach mit dem Essen aufgehört werden, sobald der Anwender fas satt ist, denn in der Regel dauert es ein wenig bis sich das Sättigungsgefühl sich einstellen kann. Kleine Portionen reichen demnach, um den knurrenden Magen zu beruhigen.

  1. Kauen Sie Ihr Essen immer gründlich durch

Wer im gemächlichen Tempo seine Nahrung aufnimmt und das Essen in vollen Zügen genießt, wird zügiger satt sein. Im besten Fall, gilt es einen jeden Bissen mindestens 30 Mal zu kauen, denn dies führt auch dazu, dass das Verdauungssystem weniger Arbeit hat.

  1. Verzehren Sie Rohkost mit Vorsicht

Rohkost ist bekanntlich gesund, aber auch schwer vom Verdauungssystem zu verarbeiten, so dass Personen die einen empfindlichen Verdauungstrakt besitzen oder an einer Nahrungsmittelallergie leiden hier mit Vorsicht Rohkost genießen sollten.

  1. Mit Genuss abnehmen

Essen Sie die Nahrungsmittel, die  Sie gerne mögen, denn Abnehmen wird erst recht zur Qual, wenn der Speiseplan nur aus Lebensmitteln besteht, die einem gar nicht schmecken.

  1. Kochen Sie naturbelassen

Damit die Nahrungsmittel so naturbelassen wie nur möglich bleiben, empfiehlt es sich diese mit nur wenig Hitze und Wasser zu dämpfen und zu dünsten. Je länger Gemüse gegart wird, desto mehr wertvolle Inhaltsstoffe verschwinden hier.

  1. Kombinieren Sie nicht zu viele Nahrungsmittel miteinander

Um eine Entlastung des Verdauungssystems zu erreichen, empfiehlt es sich pro Mahlzeit nicht mehr als vier Gemüse-oder Obstsorten miteinander zu kombinieren.

  1. Die letzte Mahlzeit des Tages gilt es vor 18 Uhr einzunehmen

Das Abendessen sollte täglich so früh wie nur möglich den Hunger stillen, denn auf diese Weise werden sowohl der Darm, als auch die Leber entlastet.

  1. Rohes Gemüse und rohes Obst gilt es nach 14 Uhr nicht mehr zu essen

Rohes Obst, sowie rohes Gemüse gelten als schwer verdaulich, so dass diese Nahrungsmittel am besten am Vormittag zum Einsatz kommen. Auf diese Weise kann die Leber sich ab der Mittagszeit ausgiebig mit der Entgiftung beschäftigen und wird nicht noch zusätzlich diversen Belastungen ausgesetzt.

Wer darf, dass Basenfasten bedenkenlos anwenden?

Im Grunde, kann ein jeder Basenfasten für sich und seine Gesundheit nutzen. Lediglich schwangere, wie stillende Frauen, sowie Menschen, die mit einer Essstörung zu kämpfen haben, sollten diese Methode allerdings nicht in Betracht ziehen. Wer hingegen an einer chronischen Krankheit, wie Diabetes leidet, sollte zuvor seinen Mediziner fragen, ob diese Entschlackungskur durchführbar ist.

Wie lange darf Basenfasten zur Anwendung kommen?

Im Prinzip kann hier ein jeder Anwender eigenständig entscheiden, wie lange er das Basenfasten in Anspruch nehmen möchte. Laut der Entwicklerin empfiehlt es sich circa zehn Tage diesem besonderen Ernährungsplan zu folgen. Allerdings hängt die bestmögliche Dauer auch vom jeweiligen Anwender ab.

Personen, die ein Normalgewicht mitbringen oder gar Untergewicht haben, sollten das Basenfasten aber nicht länger als zehn Tage durchführen. Während Übergewichtige diese Vital-Kur aber auch bis zwischen zwei und drei Wochen vornehmen können.

Ist vor der Fastenkur immer gleich nach der Fastenkur?

Wurde die Basenfastenkur ein bis zwei Wochen lang durchgeführt, besteht natürlich hinterher immer die Gefahr, dass die Anwender allzu zügig wieder in ihre alten Essgewohnheiten zurückfinden. Hier heißt es schlichtweg Konsequenz zeigen. So dient das Basenfasten dazu in Zukunft eine gesündere Lebensweise zu nutzen.

Demnach sollten einige Regeln dieser besonderen Ernährung weiterhin auf dem Tagesplan stehen. Das heißt, am Morgen gilt es weiterhin auf Obst zu setzen und am Abend reicht auch eine leichte Mahlzeit aus um den Hunger zu stillen. Hinzu kommt, dass säurebildende Nahrungsmittel weiterhin nur in kleinen Mengen genossen werden sollten.

Folgende Faustformel kann hier helfen:

Rund 80% der täglichen Nahrung sollte aus basenbildenden Lebensmitteln bestehen. Das heißt, Obst und Gemüse bestimmen weiterhin den Speiseplan. Die restlichen 20% hingegen dürfen sich jetzt auch wieder aus säurebildenden Nahrungsmitteln zusammensetzen, so dass auch Weißmehlprodukte, Fleisch, Eier und Co gegessen werden dürfen.

Welche vorteilhaften Eigenschaften bringt die Basenfastenkur mit?

Gleich mehrere positive Eigenschaften bringt diese besondere Heilfastenkur mit sich. Zum einen kurbelt diese Ernährungsweise den Stoffwechsel an und der Körper wird entgiftet. Zum anderen senken Anwender hier recht zügig ihr Körpergewicht und dürfen dennoch ihren Hunger stillen.

Wer einmal weiß, welche Nahrungsmittel zu den säure- und welche zu den basenbildenden Gruppen gehören, wird diese Kur einfach durchführen können.

Besitzt die Basenfastenkur auch Nachteile?

Unserer Ansicht nach ist die größte Gefahr und somit auch der größte Nachteil hier der Jo-Jo Effekt, der nach der Fastenkur den Anwender heimsuchen kann. So können Anwender sich zwar hier stets satt essen, aber nach einer Woche fällt es vielen weiterhin schwer auf die verbotenen Nahrungsmittel zu verzichten.

Um sich daran zu gewöhnen, müsste der Anwender die Basenfastenkur mindestens drei Wochen durchführen. Da es sich hier aber eher um einen sehr einseitigen Speiseplan handelt, fällt dies vielen Nutzern extrem schwer.

Fazit: Wer kurzzeitig mit dem Basenfasten zügig ein paar überflüssige Pfunde loswerden will, kann dies problemlos mit dieser Kur in Angriff nehmen. Welche Lebensmittel erlaubt sind und welche verboten, gehen hier schnell ins Blut über. Gilt diese Methode allerdings als Einstieg in eine nachhaltige, gesunde Ernährung zu nutzen, eignet sich das Basenfasten nur bedingt. Hier ist die Gefahr, dass der gefürchtete Jo-Jo Effekt nach der Kur in Kraft tritt allzu groß. Des Weiteren wird beim Basenfasten kaum auf das Thema Bewegung eingegangen. Diese ist aber gerade wichtig, wenn es darum geht sein erreichtes Wunschgewicht weiterhin zu halten.
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Über Kim Weiss

Ein gesunder Lifestyle ist meine Passion. Ernährung und Diät sind die beiden Hauptthemen, in meinem Job als Ernährungsberaterin, welche mir täglich begegnen.

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