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Wie kann man mit einem Magenballon abnehmen?

Wie kann man mit einem Magenballon abnehmen?

Bei einem Magenballon handelt es sich um eine Methode zum Abnehmen, die einen chirurgischen Eingriff erfordert. So wird während einer Operation hier beim Patienten der Magen verkleinert, so dass in Zukunft schon kleine Mengen Nahrung dazu führen, dass ein Sättigungsgefühl hervorgerufen wird.

Nur in Zusammenhang mit einer entsprechenden Verhaltenstherapie, sowie mit einem betreuten Diätprogramm macht eine Magenverkleinerung allerdings Sinn. Wird ein Magenballon eingesetzt und dennoch kommt es weiterhin zu einer kalorienreichen Nahrungsaufnahme zeigt sich der Gewichtsverlust weitaus geringer, als wenn eine kalorienreduzierte Kost zum Einsatz kommt.

Was ist ein Magenballon?

Entweder aus Kunststoff oder aus Silikon besteht ein solcher Magenballon. Es gibt allerdings zwei verschiedene Arten. Zum einen spricht man hier vom sogenannten Schluckballon. Hierbei handelt es sich um eine etwa circa drei Zentmeter ovale lange Kapsel mit einem Schlauch, die der Patient schluckt. Über diesen Schlauch füllt der Mediziner anschließend etwa 250 Milliliter eines ungiftigen Edelgases in den Ballon ein. Häufig kommen hier auch gleich zwei Magenballons zum Einsatz, da diese Form dann besser den Magen ausfüllt, denn jetzt ähnelt der Magenballon einer Kidney-Bohne.

Zum anderen gibt es auch noch Magenballons, die mittels einer Magenspiegelung eingesetzt werden. Hier kommt ein spezielles Instrument zum Einsatz, welches den Ballon durch die Speiseröhre in den Magen bringt. Sobald dieser dann an Ort und Stelle richtig platziert ist, wird der Magenballon über das Gastroskop mit 500 bis 700 Milliliter Kochsalzlösung gefüllt. Hierbei handelt es sich oftmals um eine blaugefärbte Flüssigkeit, um diese einfacher kontrollieren zu können.

Meist wird der Magenballon ambulant eingesetzt. Der Patient befindet sich während des Eingriffs in einem Dämmerschlaf. Zwischen 20 und 30 Minuten dauert dieser Vorgang, allerdings kämpfen  viele Patienten danach mit Übelkeit und Erbrechen und erhalten daher einen Venenzugang über den dann dem Körper Flüssigkeit zugeführt wird.

Was bewirkt der Magenballon?

Der gefüllte Magenballon nimmt nach dem Einsetzen einen großen Teil des Magens für sich ein. Schon kleine Mengen Nahrung führen zu einem Sättigungsgefühl, da das Fassungsvermögen des Magen jetzt weitaus kleiner ist. In der Regel kann ein solcher Magenballon bis zu sechs Monate im Inneren des Körpers verbleiben, während der Schluckballon bereits nach drei Monaten wieder entfernt werden muss.

Für wen eignet sich Abnehmen mit einem Magenballon?

Ein Einsetzen eines Magenballons eignet sich ausschließlich für Menschen, die stark übergewichtig sind und bislang mit einer Ernährungsumstellung, sowie Sport keine Gewichtsabnahme in die Wege leiten konnten. Ab, welchem Ausgangsgewicht allerdings ein solcher Ballon in Frage kommt, ist sehr unterschiedlich. So hängt dieses sowohl von der Körpergröße, als auch vom Geschlecht des Übergewichtigen ab. Je nach Patient kann der Magenballon ab einem BMI-Wert von 28 kg/m² eingesetzt werden.

Leidet der übergewichtige Patient zudem an starken Entzündungen im Verdauungstrakt, an Blutgerinnungsstörungen, psychiatrischen Erkrankungen oder kämpft mit einem Drogenproblem ist ein Magenballon nicht einsetzbar.

Wie viel können Übergewichte mit einem Magenballon abnehmen?

Diese Therapie dient lediglich als Unterstützung, um in Zukunft erfolgreich eine Ernährungsumstellung durchzuführen und durchzuhalten. Extrem motivierte Menschen können auf diesem Wege zwischen 15 und 30 Kilogramm abnehmen. Allerdings kommt es nur zu einer solchen Gewichtsreduktion, wenn die Lebens-, wie Essgewohnheiten sich konsequent zum Vorteil verändern. Demnach eignet sich diese Maßnahme auch nicht zur schnellen Gewichtsabnahme, denn dies führt am Ende nur zum unerwünschten Jo-Jo Effekt.

Oftmals kommt ein Magenballon im Zusammenhang mit einer sogenannten Mehrschrittterapie zum Einsatz. So handelt es sich hier um Risikopatienten, die kurz vor einem Magenbypass oder einer Magenverkleinerung stehen.

Welche Risiken, wie Nebenwirkungen bringt ein Magenballon mit?

In den ersten Tagen nach dem Einsetzen des Magenballons kommt es nicht selten zu Übelkeit, Erbrechen, sowie Bauchschmerzen. Zudem besitzen diese Patienten ein erhöhtes Risiko für Magengeschwüre. Kommt es nach diesem Eingriff außerdem weiter zu einer falschen Ernährung kann dies zu einem Flüssigkeitsmangel und somit für Störungen im Salzhaushalt führen. Durchaus ist es auch schon passiert, dass der Magenballon geplatzt ist. Dies erkennt der Patient an der Blauverfärbung seines Urins. In diesem Fall gilt es schnell zu handeln und den Magenballon zu entfernen.

Zahlt die Krankenkasse das Einsetzen eines Magenballons?

Im Normalfall übernehmen die Gesetzlichen Krankenkassen diesen Eingriff nicht. Je nach Mediziner gilt es demnach die Kosten von 2500 bis 3000 Euro selbst zu tragen. Kämpft der Patient mit extrem starken Übergewicht und andere Maßnahmen haben bislang nicht zu einer Gewichtsreduktion geführt und andere Operationen kommen nicht in Frage, zahlt die Krankenkasse aber unter Umständen doch einen Magenballon.

Fazit: Ein solcher chirurgischer Eingriff sollte nur bei stark übergewichtigen Patienten vorgenommen werden, wenn andere Maßnahmen bislang nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben. Nicht nur die Narkose, sowie der Eingriff selbst bringen Risiken mit, denn auch durch die Veränderung der Verdauung kann es auch im Nachhinein zu Nebenwirkungen kommen.
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Über Kim Weiss

Ein gesunder Lifestyle ist meine Passion. Ernährung und Diät sind die beiden Hauptthemen, in meinem Job als Ernährungsberaterin, welche mir täglich begegnen.

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