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Wie kann man mit einem Magenband abnehmen?

Mit Hilfe eines Magenbandes abzunehmen, mag sich recht harmlos anhören, ist es aber nicht, denn hier wird während einer Operation der Magen verkleinert. Der übergewichtige Patient ist demnach schon nach kleinen Mengen Nahrung satt und senkt demnach sein Körpergewicht. Wer eine Magenverkleinerung durch ein solches Magenband vornehmen lassen möchte, kann dieses allerdings nur in Zusammenhang mit einer Verhaltenstherapie, sowie einer betreuten Diät in die Wege leiten.

Was bewirkt ein Magenband?

Ähnlich, wie der Magenballon führt auch das Magenband dazu, dass es jetzt während des Essens viel zügiger zu einem Sättigungsgefühl kommt, denn mit Hilfe dieses Bandes wird die Magenöffnung verkleinert. Komplett um den gesamten Mageneingang verläuft jetzt ein Silikonband, welches sich mit Flüssigkeit füllen lässt. Je mehr Flüssigkeit in dieses Silikonband gegeben wird, desto kleiner ist am Ende der Durchmesser der Magenöffnung.

Über einen sogenannten Port, welcher sich am Brustkorb befindet, lässt sich der Silikonring je nach Bedarf befüllen. Der Speicher für diese Flüssigkeit befindet sich hingegen in der Bauchhöhle. Um sich ein Magenband einsetzen zu lassen, gilt es eine Operation unter Narkose in Kauf zu nehmen, so dass dieser Eingriff natürlich mit einigen Risiken verbunden ist. Ein Magenballon ist weitaus risikoärmer, aber auch nicht langfristig einsetzbar.

Trotz des Magenbandes müssen Betroffene dennoch ihre Ernährung umstellen damit es zu einem anhaltenden Abnehmerfolg kommen kann. Zumal hier die Patienten auch oftmals erst einmal persönlich von entsprechenden Experten betreut werden.

Für wen eignet sich ein Magenband?

Für Menschen, die einen BMI-Wert von über 40 besitzen und demnach an Adipositas Grad III leiden, ist ein Magenband geeignet. Kämpft ein Übergewichtiger zudem aufgrund seines hohen Körpergewichts bereits mit diversen Folgeerkrankungen, wie Schlafapnoe, Diabetes, Bluthochdruck und ähnlichem kann das Magenband auch ab einem BMI-Wert von 35 eingesetzt werden.

Bevor dies aber überhaupt in Betracht gezogen wird, müssen Betroffene bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Somit müssen diese Personen belegen, dass alle nicht-operativen Maßnahmen, wie Bewegungstraining, Ernährungstherapie, sowie Verhaltenstherapien innerhalb von sechs bis zwölf Monaten zu keinerlei Abnehmerfolge geführt haben.

Wie viel Gewicht lässt sich mit einem Magenband verlieren?

Vergleicht man das Magenband mit anderen operativen Eingriffen dieser Art führt das Magenband im Durchschnitt zum geringsten Gewichtsverlust. Nur wenige Betroffene erreichen mit Hilfe dieses Magenbandes ihr Normalgewicht. Vor allem, wenn der Patient weiterhin fett-, wie zuckerhaltig isst, wie trinkt, fällt das Ergebnis eher unzureichend aus.

Wissenschaftliche Studien lassen hier vermuten, dass mit Hilfe des Magenbandes langfristig gesehen ein Gewichtsverlust von circa 50% des Übergewichtsbetrages erreicht werden kann. Das bedeutet aber nicht, dass Betroffene hier 50% ihres Ausgangsgewichts verlieren werden. Wenn, zum Beispiel, eine Person vor der Magenbandoperation einen BMI von 45 kg/m² hatte, liegt dieser Wert bei 20 kg/m² über dem Normalgewicht. Schafft diese Person es also mit Hilfe des Magenbandes einen Gewichtsverlust von 10 kg/m² und liegt demnach anschließend bei einem BMI von 35 kg/m² hat er 50% seines Übergewichtsbetrages verloren.

Welche Vorteile bringt das Magenband gegenüber ähnlichen Verfahren mit?

Ein Magenband einsetzen zu lassen, ist ein nicht ganz so komplizierter Eingriff und bringt bei korrekter Durchführung lediglich minimale Risiken mit sich. Ein weiterer großer Pluspunkt ist außerdem, dass das Magenband jederzeit wieder relativ einfach entfernt werden kann.

Fazit: Nach, wie vor sollten chirurgische Eingriffe dieser Art aber auch wirklich nur bei stark übergewichtigen Personen zum Einsatz kommen. Demnach sollte das Krankheitsrisiko bei Übergewicht weitaus höher ausfallen, als die Risiken der Operation. Außerdem sollten solche chirurgischen Maßnahmen wirklich nur vorgenommen werden, wenn alle anderen Abnehmversuche bereits fehlgeschlagen sind. Sowohl die Mediziner, als auch die Krankenversicherungen lassen vorab in dieser Hinsicht nichts unversucht, denn eine jede Operation birgt bekanntlich Risiken. Schließlich ist nicht nur die Narkose mit solchen verbunden, denn auch die auf lange Sicht veränderte Verdauung kann Nebenwirkungen erzeugen. Aus diesem Grund ist ein solcher Eingriff hierzulande immer mit einer andauernden Betreuung durch Fachärzte, Psychologen, wie Ernährungsexperten verknüpft. Zudem ist eine solche Operation sehr kostspielig und wird nicht immer von den Krankenkassen bezahlt.
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Über Michael (Doc) Young

Michael „Doc“ Young – Seit 8 Jahren Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby’s.

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Ein Kommentar

  1. Berni

    Magenband ist das allerletzte !!! Wird auch nicht mehr oft gemacht diese OP Methode! Man nimmt nicht viel ab und es kommt in den meisten Fällen zu Komplikationen und Verwachsungen!
    Magenbypass oder Schlauchmagen sind die bessere Alternative.. aber ein Eingriff sollte wenn überhaupt der letzte mögliche weg sein.

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