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So zügeln Sie Ihren Appetit am effektivsten

Wer einmal eine Diät gemacht hat, kennt ihn: den Schweinehund. Regelmäßig hüpft er aus seiner Hundehütte und präsentiert dabei etwas undenkbar Leckeres. Richtig fies. Daneben gibt es sicherlich auch noch diesen Feind auf dem Weg zum Traumgewicht – und das ist der Appetit. Wenn der knurrende Magen nur nicht wäre, wäre das Projekt „abnehmen“ nur halb so schlimm …

Einen beliebten Appetitzügler gibt es heute nicht mehr

Wer gegen einen knurrenden Magen und übermächtigen Hunger ankämpfen wollte, der griff nicht selten zum Appetitzügler. Einige Tropfen des beliebten Appetitzügler x112 eingenommen ließ die schlimmste Phase überstehen. Genau dieses Produkt gibt es heute nicht mehr am Markt.

Inzwischen ist der Wirkstoff Cathin – verarbeitet in einem neuen Produkt – wieder zu haben, wie es hier heißt: „Als Arzneimittel wurde X-112 vom europäischen Markt genommen. Es folgte eine Namensänderung. Nach dieser Namensänderung von N Norpseudoephedrin auf Cathin ist ein neues Medikament auf den Markt gekommen, nämlich die ALVALIN® Lösung.“

Und der Hauptwirkstoff Cathin wirkt so:

  • Es erhöht die Leistungsfähigkeit.
  • Es regt den Kreislauf an, Herztätigkeit und Blutdruck werden gesteigert.
  • Gemütserscheinungen wie Müdigkeit oder Hunger werden unterdrückt.
  • Das appetitregulierende Zentrum im Gehirn wird gehemmt.

Experten empfehlen, Appetitzügler generell kurzfristig und als Unterstützung einer Therapie einzunehmen. Vier bis sechs Wochen werden in der Regel als die maximale Einnahmedauer genannt. Weitere Optionen, den Appetit zu zügeln, sollen nun vorgestellt werden.

Die Natur bietet viele natürliche Appetitzügler

Wer die eingangs erwähnten Appetitzügler mit Bedacht und wie empfohlen einnimmt, kann die Zeiten außerhalb der Therapie mit ausgewählten Tropfen oder Tabletten auch natürlich überbrücken. Diese Möglichkeiten bietet die Natur:

So zügeln Sie Ihren Appetit am effektivsten
Im Gewürzregal gibt es mit Chili, Cayenne und Ingwer wirksame natürliche Appetitzügler.
  • Äpfel sind nicht nur lecker und gesund – sondern wirken sich auch positiv auf den Glukosegehalt im Blut aus. Der Vorteil: Heißhungerattacken auf etwas Süßes werden gedämpft. Mit jedem Apfel wird gleichzeitig die Verdauung angeregt und die Fettproduktion eingedämmt.
  • Chili und Cayenne enthalten beide Capsaicin. Dieser Inhaltsstoff sorgt für den scharfen Geschmack und außerdem auch dafür, dass der Appetit gestillt wird. Doch die scharfen Gewürze können noch mehr. Sie wirken sich positiv auf die Fettverbrennung im Körper aus.
  • Eiweiß stillt den Hunger. Verantwortlich dafür ist der hohe Zinkgehalt im Eiweiß, der sich positiv auf den Insulinspiegel auswirkt und dabei den Appetit zügelt. Den Ernährungsplan zur Eiweiß-Diät gibt es hier. Kleiner Tipp: Mandeln (und auch Walnüsse) sind sehr eiweißhaltig und vermitteln dem Körper das Nasch-Gefühl. Auch so kann eine ausufernde Heißhungerattacke umschifft werden.
  • Haferflocken zum Frühstück sind eine sehr gute Wahl. Sie liefern wertvolles Magnesium und machen lange satt. Das Magnesium sorgt zudem dafür, dass die Zellen gut mit Sauerstoff versorgt sind und, dass die Fettverbrennung funktioniert.
So zügeln Sie Ihren Appetit am effektivsten
Haferflocken zum Frühstück sind eine gute Idee. Auch lassen sie sich gut zu Frühstücks-Smoothies verarbeiten, die lange satt machen.

Abbildung 2: Haferflocken zum Frühstück sind eine gute Idee. Auch lassen sie sich gut zu Frühstücks-Smoothies verarbeiten, die lange satt machen.

  • Ingwer ist ein wahres Allheilmittel: Es löst im Mund eine kleine Geschmacksexplosion aus. Damit sind Heißhungerattacken gut in Schach zu halten. Wie Ingwer am besten verzehrt wird? Als heißer Ingwertee oder als eiskaltes (alkoholfreies) Ingwerbier, das mit Zitrone und Mineralwasser angemacht wird. Auch in Kombination mit grünem Tee ist Ingwer eine Diätempfehlung. Grüner Tee selbst hat einen sehr herben Geschmack, der sich bereits ohne Zugabe von Ingwer regulierend auf den Appetit auswirkt.
  • Linsen haben wenig Fett, dafür aber viele Ballaststoffe. Damit halten sie lange Zeit satt. Die Kulturpflanze aus Kleinasien ist ein kleines Kraftpaket. Mit Eiweiß, Cholin und Magnesium hat sie gleich noch einen weiteren, natürlichen Appetitzügler im Gepäck, der beim Abspecken helfen kann.
  • Orangensaft sollte (neben anderen Säften aus Zitrusfrüchten) einen festen Platz im Diätplan haben, denn er reguliert die Lust nach etwas Süßem einerseits und enthält andererseits noch Pektine, die besonders lange sattmachen.
  • Pfefferminze wirkt wunderbar als Appetitzügler. Wer nach dem Essen Heißhunger auf einen Nachtisch verspürt, sollte besser schnell eine Tasse Pfefferminztee trinken oder sich für einen Kaugummi ohne Zuckerzusatz entscheiden. Der Grund: Pfefferminze hemmt nachhaltig den Appetit. Steht der Heißhungeranfall abends an, kann auch zur pfefferminzhaltigen Zahnpasta gegriffen werden. Das überlistet den Kopf nämlich gleich zweifach: Die Pfefferminze hemmt den Hunger und das Zähneputzen vermittelt, dass die Essenszeit nun offiziell beendet ist.
  • Tomaten bestehen aus Wasser und Bitterstoffen. Diese Kombination ist gut für all diejenigen, die gerade mitten in einer Diät stecken. Tomaten dürfen übrigens auch verarbeitet werden: Die scharfe Tomatensauce zu Vollkornnudeln wirkt sich ebenso hemmend auf das Hungergefühl aus, wie Tomatensaft mit Tabasco oder ein grüner Salat mit Tomate.
  • Wasser ist der wohl einfachste und meist verfügbarste Appetitzügler, den es gibt. Neben den zwei bis drei Litern am Tag, die empfohlen werden, sollte speziell direkt vor dem Essen ein halber Liter getrunken werden. Wasser steigert die Fettverbrennung und dämmt den Appetit.

Auch diese Verhaltensregeln helfen, den Appetit zu regulieren

Auch wenn es auf den ersten Blick irritierend klingt, so ist ausreichend Schlaf ein erfolgreicher Appetitzügler. Und das ist rein biologisch begründet. Bei wenig Schlaf steigt das Ghrelin im Körper und das Leptin sinkt. Dabei soll es genau andersherum sein, denn Ghrelin ist das Hormon, das den Appetit fördert und Leptin ist der Antagonist, der den Appetit hemmt. Einen weiteren Nebeneffekt von zu wenig Schlaf kann jeder am eigenen Verhalten ablesen: Wer müde ist, bewegt sich nicht und verbrennt damit auch keine Kalorien.

Apropos Bewegung: Auch Sport ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil im Rahmen einer Diät, sondern wirkt auch appetitregulierend. Eine Forschungsstudie zu diesem Thema ergab, dass das regelmäßige Training am Laufband und mit Trainingsrädern sich schnell positiv auf der Waage bemerkbar macht. Zwar wurden die Probanden nicht explizit darauf hingewiesen, ihre Ernährung umzustellen, die Auswertung ergab jedoch, dass sie weniger Hunger verspürten und so täglich 300 Kilokalorien eingesparten.

Fazit: Appetitzügeln kann ein Joker sein

Den Appetit zu zügeln kann nicht der Königsweg zur Traumfigur sein. Vielmehr sollte es darum gehen, im Zügeln des Appetits einen Joker zu begreifen. Dieser kann eingesetzt werden, um einen positiven Start in die Diät zu finden oder um eine Durststrecke zu überwinden. Ob dabei auf natürliche Lebensmittel oder Appetithemmer aus der Apotheke gesetzt wird, hängt von der individuellen Konstitution ab. Eine Abwägung der Vor- und Nachteile ist dabei ebenso wichtig, wie ein bewusster Einsatz der Maßnahmen.

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Über Michael (Doc) Young

Michael „Doc“ Young – Seit 8 Jahren Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby’s.

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