CBD-Produkte anhand wesentlicher Kriterien auswählen

Von Herkunft bis Entourage-Effekt

Cannabidiol (CBD) wird für seine positive Wirkung gefeiert. Ob schöne Haut, gelinderte Angstzustände oder purzelnde Pfunde: Der natürliche Inhaltsstoff des weiblichen Hanfs übernimmt viele Jobs. Damit die gewünschten Effekte eintreten, müssen Verbraucher die Produkte allerdings kritisch prüfen. Nicht alles, was am Markt verkauft wird, hält, was es verspricht. Die hier aufgeführten Kriterien können bei der Kaufentscheidung helfen.

Dass Cannabidiol, kurz CBD, nicht nur ein Trend ist, sondern mit effektiver Wirkung überzeugt, haben wir bereits in mehreren Ratgebern thematisiert. Das Cannabinoid der Hanfpflanze ist zwar nicht psychoaktiv und hat auch keine berauschende Wirkung, wie es bei Tetrahydrocannabinol (THC) der Fall ist. Sorgt mit seiner angstlösenden, entkrampfenden und entzündungshemmenden Wirkung aber für zunehmendes Aufsehen. Sogar gegen Übelkeit kann es helfen und Pickeln wird mit CBD-haltiger Kosmetik der Kampf angesagt. Zum Abnehmen ist CBD ebenfalls längst im Einsatz. Wie wir in diesem Beitrag erläutert haben, fanden Forscher heraus, dass der pflanzliche Bestandteil die Fettverbrennung stimuliert. Darüber hinaus wird der Stoffwechsel angeregt, der Appetit gezügelt und das Risiko für Heißhungerattacken minimiert. Beim Kauf von CBD-Produkten ist allerdings auf einige Faktoren zu achten, um von hoher Qualität und einer bedarfsgerechten Einnahme zu profitieren.

  • Darreichungsformen

Cannabidiol wird in zahlreichen Darreichungsformen angeboten. Im Rahmen der Nahrungsergänzung sind CBD-Tinkturen (CBD-Öl) und Kapseln gängig. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. CBD-Öle werden unter die Zunge getropft und sollten dort etwa 60 Sekunden gehalten werden. Dabei wird der Wirkstoff über die Schleimhäute aufgenommen und direkt in die Blutbahn geleitet. Diese Methode fördert eine hohe Bioverfügbarkeit, das heißt, dass ein hoher Wirkstoffanteil unverändert im systemischen Kreislauf landet und dort seine Wirkung entfalten kann. Die Träger-Öle steigern die Aufnahme zusätzlich. Dass auch CBD Kapseln Vorzüge aufweisen, lässt sich im Testbericht des digitalen Heilpflanzen-Katalogs nachvollziehen.

Neben Produktempfehlungen mit unterschiedlich hohem Wirkstoffanteil wurden Details zu den verschiedenen Darreichungsformen zusammengestellt. Unter anderem geht das Informationsportal auf den teilweise unangenehmen Geschmack von CBD-Tinkturen ein, welcher gleichzeitig auf den ersten Vorteil von Kapseln hinweist: Da es beim Schlucken zu keinem direkten Kontakt mit pflanzlichen Inhaltsstoffen kommt, ist der bittere Eigengeschmack bei der Einnahme kein Thema. Darüber hinaus wird auf den Komfort und die diskrete Art des Konsums hingewiesen. Tinkturen sind beispielsweise unterwegs eher unpraktisch. Kapseln lassen sich hingegen unauffällig und bequem einnehmen. Außerdem müssen Abnehmwillige bei Kapseln keine Tropfen zählen, wie es bei Ölen täglich der Fall ist, um die bedarfsgerechte Menge einzuhalten. Stattdessen genügt es die Tagesdosis einmal zu ermitteln.

  • Qualität

Die Grundlage hoher Qualität von CBD-Produkten ist die Herkunft des Hanfs. Stammen die Inhaltsstoffe zum Beispiel von Cannabis aus Kentucky, Colorado oder North Carolina ist die Wahrscheinlichkeit für hochwertige Rohstoffe sehr hoch. Der Grund: Die Vorschriften zum Hanfanbau in diesen Bundesstaaten gehören zu den strengsten weltweit. Generell gelten die USA und Westeuropa zu den besten Quellen. Im asiatische Raum sind die Qualitätsstandards in der Regel niedriger.

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Auch die verwendete Hanfsorte spielt eine große Rolle. Qualitätsprodukte enthalten Extrakte von PCR-Hanf, also von phyto-cannabinoid-reichen Cannabispflanzen. Anders als Industriehanf wurde PCR-Hanf für einen möglichst hohen Cannabinoid-Gehalt kultiviert. Industriehanf muss stark verarbeitet werden, um das gleiche Substanzniveau zu erzielen. Das geht mit der Zerstörung wertvoller Inhaltsstoffe einher. Außerdem ist PCR-Hanf reich an Terpenen, welche ein weiteres Qualitätsmerkmal sind.

„Cannabis hat Zukunft“. So beginnt eine Pressemeldung der Universität Hohenheim über das Deutsch-kanadische Netzwerk „Medizinisch phytocannabinoid-reiches (PCR) Cannabis“, das 2019 seine Arbeit aufgenommen hat. Die Kooperation aus Forscherinnen der Stuttgarter Universität Hohenheim und kanadischen Kollegen sowie Unternehmen dient dem Ziel, die Wissenslücken der Forschung rund um die Heilpflanze zu schließen. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

  • Entourage-Effekt und Vollspektrum

Cannabis ist die Pflanze mit dem höchsten Gehalt an Terpenen, flüchtige Kohlenwasserstoffverbindungen und natürlich vorkommende sekundäre Inhaltsstoffe von Organismen. Terpene sind in Kombination mit Cannabinoiden für den Entourage-Effekt verantwortlich. Dieser Effekt bezeichnet das synergistische Zusammenspiel von Phyto-Cannabinoiden mit Terpenen. Dank dieses Effekts zeigen CBD-Produkte häufig einen höheren Nutzen als Alternativen ohne Terpene. Die Wechselwirkung kann die Wirkung verstärken und sogar ausweiten. CBD-Artikel mit Terpenen und dem damit verbundenen Entourage-Effekt sind deshalb zu bevorzugen. Bekannte Terpene werden betitelt als:

  • Terpinolen
  • Linalool
  • Myrcen
  • Caryophyllen
  • Limonen
  • Camphen
  • Citronellol

Empfehlenswert sind Voll-Spektrum CBD-Produkte, weil sie alle Cannabinoide enthalten. Darunter CBD, CBG, CBC und CBDa. Von Zusätzen wie künstliche Aromen, Konservierungsmittel und Farbstoffe ist abzuraten.

Weiterführende Informationen über Terpene: Wie die Pharmazeutische Zeitung (PZ) online über die Pharmakologie ausgewählter Terpene berichtet, wird den sekundären Inhaltsstoffen sogar ein Potenzial in der Tumortherapie zugesprochen. Zudem gehen die Autoren auf die Wirkungsweisen zum Schutz von Leber und Herz-Kreislaufs-System ein.

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Robert Milan

Der Autor: Robert Milan - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's. Robert ist Administrator einer eigenen Facebook Gruppe zum Thema Diäten und abnehmen.

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