Whey Protein: Ist es das wertvollste Eiweiß für Sportler?

Whey Protein ist vermutlich das beliebteste und am meisten genutzte Eiweißpulver überhaupt. Aufgrund seiner Eigenschaften wird die Einnahme vor allem für den Muskelaufbau empfohlen.

Es kann jedoch durchaus auch eine sinnvolle Nahrungsergänzung zum Abnehmen darstellen. Die deutsche Bezeichnung für Whey Protein ist Molkeprotein. Diesen Namen hat es, da für seine Herstellung Molke als Eiweißquelle genutzt wird.


Molke, beziehungsweise Whey, ist ein Nebenprodukt, welches bei der Herstellung von Käse anfällt. Am gesamten Eiweißgehalt der Milch macht dieser Bestandteil rund 20 Prozent aus. Die übrigen 80 Prozent entfallen auf das sogenannte Casein.

Warum die Einnahme sinnvoll sein kann

Sei dir bewusst, dass es für das Erreichen deiner Fitnessziele nicht notwendig ist, Whey Protein zu dir zu nehmen. Dein Eiweißbedarf lässt sich ebenso gut mit normalen Lebensmitteln decken.

Ist er aufgrund von Krafttraining oder einer Diät jedoch deutlich erhöht, kann Whey Protein durchaus ein sinnvolles Hilfsmittel darstellen.

Ein Shake aus Molkeprotein ist preiswert, kalorienarm und liefert deinem Körper wertvolles Eiweiß. Außerdem enthält Whey einen hohen Anteil an BCAAs. Diese Aminosäuren sind wichtig für den Muskelaufbau.

Davon abgesehen geht die Zubereitung sehr schnell und ist bei Bedarf auch unterwegs problemlos möglich.

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Die verschiedenen Herstellungsverfahren

Bei der Produktion von Whey Protein können verschiedene Methoden genutzt werden. Je nach Herstellungsverfahren unterscheidet man zwischen Whey Konzentrat, Isolat und Hydrolysat.

Die Präparate unterscheiden sich, abhängig vom gewählten Verfahren, vor allem hinsichtlich des Eiweißgehalts sowie beim Preis. Oft werden auch Mischungen aus Konzentrat und Isolat angeboten.

Konzentrat

Bei Whey Konzentrat handelt es sich um die preiswerteste Sorte. Dieses Herstellungsverfahren ermöglicht es, einen Eiweißanteil von bis zu 80 Prozent zu erzielen.

Gleichzeitig enthält Konzentrat jedoch auch einen relativ hohen Anteil an Fett und Laktose (Milchzucker). Dies kann im Rahmen einer Diät eventuell unerwünscht sein.

Trotzdem ist Whey Konzentrat kein schlechtes Produkt. Die enthaltenen Proteine sind nicht weniger hochwertig, als bei den anderen Produktionsverfahren.

Sofern du Wert auf einen günstigen Preis legst, kannst du also ohne weiteres zu einem Konzentrat greifen. Die Nachteile hinsichtlich der Nährwerte sind so gering, dass sie im Freizeitbereich keine nennenswerte Rolle spielen.

Falls du unter einer Laktoseintoleranz leidest, könnte allenfalls der enthaltene Milchzucker zu Problemen führen.

Isolat

Bei Whey Isolat werden die Proteine während der Herstellung von enthaltenem Fett und Milchzucker getrennt. Die Produktion ist etwas aufwändiger, was sich auch beim Preis bemerkbar macht.

Dafür lässt sich mit diesem Verfahren ein Eiweißanteil von bis zu 90 Prozent erzielen. Zudem enthält Isolat weniger Fett und Laktose und damit meist auch weniger Kalorien.

Der niedrigere Laktosegehalt macht es bei einer entsprechenden Unverträglichkeit bekömmlicher. Die leicht verbesserten Nährwerte können im Rahmen einer Diät einen kleinen Vorteil bringen.

Ob dir das die Mehrkosten für ein Whey Isolat wert ist, musst du für dich selbst entscheiden.

Hydrolysat

Whey Hydrolysat wird als besonders hochwertiges Eiweißpulver vermarktet. Der Eiweißgehalt von Whey Hydrolysat kann bei bis zu 95 Prozent liegen.

Durch das Hydrolyse genannte Herstellungsverfahren werden die Proteine weiter aufgespalten. Das soll eine noch schnellere Aufnahme der enthaltenen Aminosäuren ermöglichen.

In der Praxis ist dieser Effekt jedoch zu vernachlässigen. Davon abgesehen ist Whey Hydrolysat sehr teuer und recht bitter im Geschmack.

Die Mehrkosten lohnen sich deshalb nicht wirklich. Du kannst also ohne Bedenken zu einem preiswerteren Whey Protein greifen. Nennenswerte Nachteile hinsichtlich der Wirksamkeit musst du dadurch nicht befürchten.


Molkeprotein für eine schnelle Eiweißversorgung

Whey Protein ist vor allem für seine schnelle Verdaulichkeit bekannt. Die enthaltenen Aminosäuren gelangen besonders schnell ins Blut und stehen dem Körper daher bereits nach kurzer Zeit für die Proteinsynthese zur Verfügung.

Der Aminosäurespiegel im Blut erreicht nach ungefähr einer Stunde seinen Höchststand. Nach etwa vier Stunden ist er wieder auf das Ausgangsniveau abgefallen.

Bedenke jedoch, dass dieser Effekt nur zum Tragen kommt, wenn du den Shake auf nüchternen Magen zu dir nimmst.

Empfehlungen für die Einnahme

Die Einnahme von Whey Protein wird meist dann empfohlen, wenn das vorrangige Ziel der Aufbau von Muskeln ist. Trotz dieser verbreiteten Annahme eignet es sich jedoch auch bestens als Supplement zum Abnehmen.

Denn Whey Protein unterstützt dich dabei, den durch die Diät erhöhten Eiweißbedarf zu decken. Da Proteine gut sättigen, können dir die Shakes gleichzeitig dabei helfen, dein Hungergefühl zu reduzieren.

Der richtige Zeitpunkt

Da die Proteinsynthese nach dem Training besonders hoch ist, wird Whey Protein bevorzugt vor oder nach dem Workout eingenommen.

Die eben beschriebene schnelle Verfügbarkeit der Aminosäuren kann dir dabei helfen, eine optimale Eiweißversorgung nach deinem Training sicherzustellen.

Prinzipiell kannst du Whey Protein aber auch zu jeder anderen Tageszeit zu dir nehmen. Schließlich dient es in erster Linie dazu, dir die Deckung deines Eiweißbedarfs zu erleichtern.

Die richtige Dosierung

Verwende für einen Shake 30 bis 50 Gramm Pulver und mische dieses mit Wasser. Diese Menge ist ideal, um deinen Aminosäurespiegel auf das gewünschte Niveau zu bringen.

Alternativ kannst du statt Wasser auch Milch oder eine andere Flüssigkeit, wie zum Beispiel Mandelmilch, verwenden.


Whey kaufen: darauf solltest du achten

Es ist gewiss nicht notwendig, dass du zum teuersten Produkt greifst. Dennoch solltest du beim Kauf von Whey Protein auf eine ordentliche Qualität achten.

Zum Teil wird Whey gerne mit Soja oder anderen preiswerten Proteinquellen gemischt. Manchmal ist das nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Wirf also in jedem Fall einen Blick auf die Zutatenliste. Denn nicht immer handelt es sich um ein reines Molkeprotein, nur weil auf der Vorderseite groß das Wort Whey abgedruckt ist.

Davon abgesehen gibt es nicht allzu viel worauf du beim Kauf achten musst. In der Regel machst du mit einem Konzentrat, einem Isolat oder einer Mischung aus Beidem nichts falsch.

Fazit

Whey Protein kann dir dabei helfen, deinen täglichen Eiweißbedarf zu decken. Entgegen der allgemeinen Annahme eignet es sich nicht nur für den Muskelaufbau, sondern auch zur Proteinversorgung während einer Diät.

Bedenke jedoch, dass Whey lediglich eine Nahrungsergänzung darstellt. Nutze es also nur zur Unterstützung deiner ohnehin schon eiweißreichen Ernährung.

Um von der schnellen Aufnahme der enthaltenen Aminosäuren zu profitieren, solltest du es am besten auf nüchternen Magen zu dir nehmen. Prinzipiell spielt der genaue Einnahmezeitpunkt jedoch keine große Rolle.

Greife also einfach immer dann zu Whey Protein, wenn es in deinem Tagesablauf Sinn macht und du Schwierigkeiten mit einer ausreichenden Eiweißzufuhr hast.

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Robert Milan

Der Autor: - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's. Robert ist Administrator einer eigenen Facebook Gruppe zum Thema Diäten und abnehmen.

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