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Ernährung für Babys

Ernährung für Babys

Ein Baby macht im Laufe weniger Monate und Jahre enorme Entwicklungsschritte. So auch in der Ernährung. Man kann nicht pauschal sagen, dass Babys Milch bekommen sollten und das wars.

Wenn wir Erwachsene uns entwickeln, dauert das gefühlt Jahre, während uns die Schritte eines Babys vorkommen, als wäre es erst gestern gewesen, da wurde es noch gestillt und plötzlich bekommt es Beikost. Daher sollte man die Ernährung des Babys in bestimmte Stadien einteilen.

Muttermilch das A und O

Ernährung für Babys
Ernährung für Babys

Wenn die Muttermilch nicht die wichtigste Ernährung eines Babys wäre, hätte es die Natur nicht so geschaffen. Daher sollte man auf jeden Fall, wenn man die Möglichkeit hat, stillen. Aber leider gibt es auch Mütter, die das nicht (mehr) können und es gibt auch durchaus Mütter, die das nicht möchten. Was dann?

Es scheint immer noch sehr verwerflich zu sein, sein Kind nicht stillen zu wollen aber heutzutage ist eines sicher gewährleistet: Dass Babynahrung sicher ist und keine falschen Versprechungen macht, dafür sorgen unzählige Kontrollen und Richtlinien. Jede Anfangsnahrung wird vor der Markteinführung beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angemeldet.

Daher ist es für das Baby nicht zwingend schlechter, auf Muttermilch verzichten zu müssen. Die Empfehlung geht ganz klar in die Richtung, 4 – 6 Monate das Kind zu stillen aber diese Entscheidung sollte jeder Mutter selbst überlassen werden.

Schritt für Schritt zum nächsten Schritt

Frühestens mit Beginn des 5. aber spätestens mit Beginn des 7. Monats sollte mit Beikost begonnen werden. Die Milchmahlzeiten sollten reduziert werden. Wenn das Kind Probleme beim Schlucken hat, sollte es dennoch ermutigt werden, kleinere Stücke fester Nahrung zu essen. Was Art und Menge der Beikost angeht sollte man sich allerdings von seiner Kinderärztin, seinem Kinderarzt beraten lassen.

Als Beikost wird alles bezeichnet, was Babys außer Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung bekommen, zum Beispiel Gemüse, Obst, Kartoffeln, Öl, Fleisch und Getreide sowie die daraus hergestellten Breie. Jedes der genannten Nahrungsmittel erfüllt eine wichtige Aufgabe bei der Versorgung des Babys und wird zu einem bestimmten Zeitpunkt in den Ernährungsplan eingeführt.

So ist zum Beispiel die regelmäßige Zugabe von Fleisch im Säuglings- und Kleinkindalter wichtig, um Ihr Kind ausreichend mit Eisen zu versorgen Solltest du auf Fertigkost zurückgreifen wollen, verzichte möglichst auf Produkte, die mit Zusätzen von Salz und Aromen versehen sind. Schaue dir immer genau die Lebensmittelzutaten an.

Darauf solltest du achten:

  1. Ab 5.-7. Monat: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei
  2. Ab 6.-8.Monat: Vollmilch-Getreide-Brei
  3. Ab 7.-9. Monat: Getreide-Obst-Brei

Vollmilch ist im gesamten ersten Lebensjahr, also auch im zweiten Halbjahr, als Flaschenmilch nicht zu empfehlen, weil wichtige Nährstoffe wie Jod, Eisen und Kupfer nicht ausreichend in Kuhmilch enthalten sind. Trinkmilch (Kuhmilch) sollte im 1. Lebensjahr nur in kleinen Mengen zur Zubereitung des Milch-Getreide-Breis verwendet werden. Zum Trinken sollte Kuhmilch erst gegen Ende des 1. Lebensjahres und nur im Rahmen der Brotmahlzeit aus Becher oder Tasse gegeben werden. Das Baby sollte keine Rohmilch oder Vorzugsmilch angeboten bekommen.

Das Essen für „Große“

Zwischen dem 10. und 12. Monats kann das Kind an der Familienkost teilnehmen. Auch Kinder beginnen Vorlieben und Abneigungen zu entwickeln. Das solltest du akzeptieren und nicht beginnen, dein Kind zu etwas zu zwingen, was es nicht möchte. Essen soll Spaß machen und nicht in Stress ausarten. Es muss den Geschmack und die Beschaffenheit der Lebensmittel erst einmal kennenlernen. Gib deinem Kind keine Dinge, die es verschlucken kann, wie z.B. harte Karottenstücke oder ungeschälte Apfelstücke. Auch jede Art von Nüssen oder glatte, runde Lebensmittel wie Trauben oder Oliven sollten vermieden werden.

Gut geeignet zum Knabbern sind dagegen Lebensmittel, die das Kind durch seinen Speichel schnell einweichen kann. Das wären zum Beispiel Brotwürfel, Zwieback, Dinkelstangen und gegarte Gemüse- und Kartoffelstücke. Auch kleine Bananenstücke oder geschälte Birnen- und Pfirsichstücke sind sehr beliebt.

Dein Kind wird sich umso lieber mit festen Lebensmitteln anfreunden, wenn es diese selbst aufnehmen, halten, zum Mund führen und zerkleinern darf. Es wird begeistert und glücklich sein, selbst zu essen und dies auch zu dürfen! Und wenn es seine Häppchen dabei zu Boden wirft, bedeutet das nicht, dass es sie nicht mag oder dass es dich ärgern will. Vielmehr ist es dabei, noch eine Menge anderes zu entdecken und „experimentiert“ nur herum.

Lebensmittel, die zu vermeiden solltest:

  • kleine harte Lebensmittel wie Nüsse, Johannisbeeren und Weintrauben
  • Lebensmittel, die zu Blähungen führen
  • rohe Lebensmittel wie Rohmilch, Rohmilchkäse, Teewurst, rohe Eier z.B. in Mayonnaise
  • kurz gebratene Fleisch- und Geflügelprodukte
  • Fettes Fleisch, Wurst oder in Fett Gebackenes
  • Stark gesalzene und gewürzte Gerichte
  • Rohes Getreide
  • Reiner Bienenhonig
  • nicht raffinierte, kaltgepresste Öle
  • Zusätzliche Milchprodukte wie Joghurt, Dickmilch oder Früchtequark
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3 Kommentare

  1. Sofia Milz

    Neben dem Stillen, ist gesunde und ausgewogene Ernährung mit ein absolutes MUSS für die Entwicklung von unseren Babys, Kleinkindern bzw. Kindern. Ich habe mich zum Thema der Ernährung (kostenlos) beraten lassen, alleine die Ärzte oder die Schwestern im Krankenhaus haben oft schon viele kleine Tipps, wie man das Essen den kleinen Rabauken am besten zubereitet. In den ersten Monaten ist Brei natürlich die Devise, aber je mehr Zeit vergehen, und je mehr kleine Milchzähnchen wachsen, desto fester und abwechslungsreicher sollte die Ernährung sein.

  2. Veronika M.

    Es ist ja nur Werbung, aber in einem Punkt hat Hipp recht, von Geburt an können wir die Entwicklung des Kindes mitbestimmen. Und das sollten wir auch, angefangen bei der Ernährung. Viele setzen ja auch auf gekaufte Sachen, aber ganz ehrlich, das ist auch nur Marketing und relativ unnötig. Was ist denn immer in dem „Baby-Glässchen“ enthalten? Tja nicht anderes, als das was wir essen, nur oft zu Brei verarbeitet.
    Und das können wir auch, mit unseren gekochten Sachen. Ich glaube es ist kein Geheimnis wenn man sagt, das es schon wichtig ist, das man selber kocht, und nicht das Fertigzeug nimmt.

  3. Maxims79

    Eigentlich möchte man es ja nicht glauben, aber trotzdem ist auch die Ernährung kein leichtes Spiel, sei es bei einem Baby oder doch schon bei der Ernährung der Kinder. Es ist zwar klar, dass das Stillen sehr wichtig ist, aber auch alles darauffolgende kann nur zur gesunden Entwicklung von Kindern beisteuern.
    Eine der einfachsten Möglichkeiten ist natürlich „Hipp“. Es ist schon gewissermaßen verlässlich, aber es ist immer noch Massenabfertigung, weshalb ich auch da kein richtiges Vertrauen habe. Am gesündesten sind die eigene Ideen. Babys entwickeln erst noch ihren Geschmackssinn, sodass man gerne mit verschiedenen Brei-Varianten experimentieren kann. Es ist dabei nicht mal aufwendig, einfach eine kleine Portion vom eigenen Essen (nicht unbedingt fetthaltiges Essen) und „zermanschen“, das Kind wird sich freuen.

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