Home / Ernährungsplan / Mit Clean Eating abnehmen?

Mit Clean Eating abnehmen?

Was bedeutet Clean Eating?

Clean Eating schwappte als neuer Ernährungstrend aus den USA über den großen Teich, auf den auch Hollywood-Stars schwören. Doch die schwören ja bekanntlich auf jeden neuen Trend, daher sei dieser einer genaueren Betrachtung unterzogen.

Clean Eating heißt übersetzt Reines Essen. Es handelt sich um ein neues Ernährungskonzept, bei dem der Fokus auf frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln liegt. Auf Zusatzstoffe und sogenannte leere Kalorien wird vollständig verzichtet.

Clean Eating eignet sich prinzipiell für alle – auch für Diabeteskranke, Vegetarier und Veganer. Die Liste der erlaubten Nahrungsmittel ist so reichhaltig, dass jeder seine bevorzugten Essenszutaten wählen kann. Entstanden ist diese Ernährungsform – wohl kaum Diät zu nennen – weil sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte herausgestellt hat, dass unser Körper weder industriell verarbeiteten Zucker, noch ungesunde Fette oder Zusatzstoffe braucht.

Mehr noch: die genannten Stoffe machen uns krank und sorgen für ungesundes und lebensverkürzendes Übergewicht. Clean Eating erlaubt eine Ernährungsweise, bei der das Kalorienzählen überflüssig wird, weil wir wieder lernen, das zu essen, was unser Körper uns vorgibt – und nicht die Lebensmittelindustrie. Ganz schön clean, oder?

Das Konzept ist nicht neu, vielmehr sehr alt. Es ist eigentlich nur die moderne Form der Vollwert-Ernährung (bekannt aus der Zeit vor den Weltkriegen). Versprechungen wie Gewichtsreduzierungen, reinere Haut, Verschwinden von Kopfschmerzen, höheres Energielevel und bessere Konzentrationsfähigkeit machen die Runde.

Bestseller Nr. 1
Mit Clean Eating abnehmen?
39 Bewertungen
Clean Eating - natürlich kochen (Bewusst genießen - besser leben)
  • Hannah Frey
  • Herausgeber: Verlags- u. Vertriebsgesellschaft Dort-Hagenhausen Verlag
  • Gebundene Ausgabe: 168 Seiten

Sie sind nicht wissenschaftlich belegt, doch wer sich das Konzept durch den Kopf gehen lässt und die Erfahrungsberichte liest, wird schnell feststellen, dass diese positiven Folgeerscheinungen durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Wer braucht dazu noch die Wissenschaft? Voraussetzung für den Erfolg durch Clean Eating ist, dass man sich streng an die Vorgaben dieser Ernährungsform hält.

Was versteht man unter Clean Eating?

Beim Clean Eating setzt man auf frische und unverarbeitete, also cleane Lebensmittel. Süßstoffe, künstliche Zusätze, Zucker und Weißmehl sind tabu. Auch Fertigprodukte haben im Einkaufwagen nichts zu suchen.

Clean Eating bedeutet dagegen offensichtlich back to the rootszurück zu den Wurzeln unseres Essens. Viel Wasser, gesunde und natürliche Fette und eine sinnvolle Kombination aus Eiweiß und Kohlenhydraten machen den Unterschied und sollen die ungesunde Abwärtsspirale in Richtung Übergewicht und Krankheit aufhalten.

Offensichtlich keine Wunderdiät, sondern ein gesundes und ausgewogenes Ernährungskonzept erwartet den Verbraucher bei Clean Eating. Fastfood, Tiefkühl-Gerichte, Tütensuppen, Fertigbrühen, Puddingpulver & Co. spielen ab sofort nicht mehr erste Geige, sondern der Körper bekommt das, was er braucht. Gekocht und gegessen wird mit Planung und Verstand.

Die Clean Eating Regeln

Erlaubt ist, was gesund (clean) ist. Um den Stoffwechsel zu aktivieren, sollen viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt gegessen werden. So wird auch dem Heißhunger vorgebeugt.

Das ist Clean Eating:

  • Frühstück ist ab sofort ein Muss
  • Komplexe Kohlenhydrate aus Obst, Gemüse und Vollkornprodukten werden mit fettarmen Eiweißen kombiniert
  • Wenig Kochsalz verwenden
  • Nur gesunde Fette verwenden
  • Auf ungesunde Fette verzichten (gehärtete Öle und Transfette)
  • Reichlich trinken (bis zu 3 l täglich), und zwar Wasser und Kräutertee
  • Reichlich Obst und Gemüse essen
  • Um nicht in die Falle zu tappen, Essen für Schule und Beruf zu Hause vorbereiten
  • Lebensmittel ohne Zusatzstoffe verwenden
  • Lebensmittel ohne Süßstoffe
  • Auf Fertiggerichte, Fastfood und Weißmehl (leere Kohlenhydrate) verzichten
  • Bis zu sechs kleine Mahlzeiten am Tag
  • Regelmäßige Mahlzeiten (vorbeugend gegen Heißhunger)
  • Verzicht auf Alkohol

Doch neben den Regeln um erlaubte und nicht erlaubte Lebensmitteln gibt es auch einige Verhaltensregeln um Clean Eating. Immens wichtig ist bewusstes und genussvolles Essen. Unbewusstes Futtern und Knabbern ist verboten, da der Körper dieses kaum wahrnimmt und der Hunger sich umso schneller wieder einstellt.

Also – keine Hektik beim Essen. Wer bewusst und langsam ist, wird schneller satt – das spart jede Menge Kalorien. Viele kleine Mahlzeiten am Tag halten außerdem den Blutzuckerspiegel stabil und Heißhungerattacken sind Geschichte.

Typische Clean Eating-Lebensmittel sind:

Auf dem Clean Eating-Speiseplan dürfen nur natürliche und unverarbeitete Lebensmittel stehen – am besten in Bio-Qualität, da die aufgenommenen Lebensmittel sonst unter Umständen mit clean nichts mehr zu tun haben (Stichwörter Bodenqualität und präpariertes Tierfutter). Erlaubt sind alle Gemüse– und Obstsorten, Salat, Fleisch, Fisch sowie Vollkornprodukte.

Welcher Makro-Nährstoff die Sättigung beim Essen bewirken soll, bleibt dem Konsumenten überlassen. Wer will, kann sich also gern an gesunden Kohlenhydraten oder Eiweiß so richtig sattessen.

Die Palette der erlaubten Lebensmittel ist lang und hält man sich an die Vorgaben, auf synthetische Zusatzstoffe, Farb- und Aromastoffe, Geschmacksverstärker, krankmachende Transfette und Konservierungsstoffe zu verzichten, ist man geradewegs auf dem Weg zur schlanken Figur und gesunden Lebensweise. Faustregel Nr. 1: In der Zutatenliste Kürze liegt die Würze!

Clean Eating – Was darf ich nicht essen?

Diese Frage ist schnell beantwortet, denn verboten sind:

  • alle gehärteten Öle und Transfette, wie sie z. B. in Chips, frittierten Lebensmitteln und Fertigprodukten sowie Margarine zu finden ist
  • weißmehl- und zuckerhaltige Produkte (auch Getränke)
  • Alkohol
  • Fertigprodukte, Produkte mit künstlichen Zusatzstoffen wie z. B. Geschmacksverstärker, Farb- und Konservierungsstoffe

Clean Eating – Wie viel abnehmen ist möglich?

Beim Clean Eating verzichtet man auf jegliche ungesunden Zusatzstoffe, deren dickmachende Wirkung kaum abzuschätzen sind. Auch sind die Kalorienangaben auf Fertigpackungen oft zweifelhaft, wie einige Medienberichte in der Vergangenheit preisgaben.

Wieviel man mit Clean Eating abnehmen kann, ist abhängig davon, ob man sich streng an die Vorgaben hält, wie effektiv der eigene Stoffwechsel funktioniert, ob man ausreichend oder überhaupt Sport treibt und ob man beispielsweise für die Zwischenmahlzeiten viele fetthaltige Nüsse oder sehr fruchtzuckerreiches Obst wählt. Clean Eating ist kein Automat, in den man oben den Wunsch Clean Eating – abnehmen 10 kg in 4 Wochen einwirft und unten kommt das fertige Konzept heraus.

Clean Eating ist nicht als Abnehm-Diät konzipiert, kann jedoch dazu genutzt werden. Doch für die Menge der purzelnden Kilos und die dafür erforderliche Zeit kann keine Garantie übernommen werden. Dieses Konzept dient eher der verbesserten Lebensart, worunter auch das Körpergewicht fällt.

Gibt es ein Clean Eating Rezeptebuch?

Das bekannteste Kochbuch von Hannah Frey zum Thema Clean Eating dürfte wohl ihr Bestseller Clean Eating – Natürlich kochen sein. Hier wird neben mehr als 80 Rezepten auch noch einmal alles rund ums Thema erklärt und belegt.

Weiterführende Bücher von der gleichen Autorin sind die Bände Clean Eating – Superfoods sowie Clean Eating – Basics. Zahlreiche Rezepte sind zudem auch im Internet zu finden.

Mit Clean Eating abnehmen?
5 (100%) 1 vote

Über Robert Milan

Der Autor: - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's. Robert ist Administrator einer eigenen Facebook Gruppe zum Thema Diäten und abnehmen.

Ein Kommentar

  1. Alexandra Voigt

    Ich finde den Artikel sehr gut, er fasst genau zusammen, was clean eating beinhaltet. Ich bin ein großer Anhänger dieser Lebenseinstellung und habe meine Essgewohnheiten danach ausgerichtet. Ich verfolge diese Ideologie streng und fühle mich sehr wohl, wie der Autor schreibt, wer braucht leere Kalorien, die unserem Körper nur schädigen. Habe jetzt selbst meinen Alkoholkonsum so gut wie auf Null gesetzt klappt wunderbar und meine Süßgelüste sind komplett verschwunden, allerdings muss sich der Körper erst ein wenig an das Entwöhnen gewöhnen. Der Weg lohnt sich. Muss ja nicht jeder so streng sein !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.