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Anaerobes Training: nicht nur für den Muskelaufbau wichtig

Anaerobes Training: nicht nur für den Muskelaufbau wichtig

Während des Trainings braucht die Muskulatur Sauerstoff und Glykogen, um arbeiten zu können. Dabei wird, je nach Intensität, zwischen aerobem und anaerobem Training unterschieden.

Während der Sauerstoffverbrauch während des aeroben Trainings maximal der durch die Atmung aufgenommenen Menge entspricht, reicht diese im anaeroben Trainingsbereich nicht mehr aus. Deshalb schaltet der Körper dann auf die Energiegewinnung ohne Sauerstoff um.

Allerdings reichen die Reserven des Körpers in diesem Fall nur für einige Sekunden. Aus diesem Grund bewegen wir uns bei körperlichen Anstrengungen auch zum größten Teil im aeroben Bereich. Lediglich etwa 10 Prozent der Energiebereitstellung erfolgen auf anaerobem Weg, also ohne die Nutzung von Sauerstoff.

Bedeutung

Auch wenn die anaerobe Leistungserbringung prozentual vergleichsweise niedrig ausfällt, bedeutet das nicht, dass sie unwichtig ist. Auch Ausdauersportler können, zumindest auf mittleren Strecken, davon profitieren, ihre anaerobe Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Jedoch sollte dabei ein gesundes Maß zwischen beiden Trainingsintensitäten gefunden werden, da das anaerobe Training ausschließlich jene Muskelfasern trainiert, die für kurze und intensive Belastungen, wie zum Beispiel das Sprinten, zuständig sind.

Im aeroben Bereich werden hingegen die Muskelfasern, die für die Ausdauer zuständig sind, trainiert. Wird dieses Training vernachlässigt, geht das zulasten der Ausdauerleistung.

Trainingstipps

Anaerobes Training findet im Prinzip immer dann Anwendung, wenn es um kurze und intensive Belastungen geht. Der Pulsschlag liegt in diesem Fall bei über 80 Prozent der Maximalleistung.

Das ist unter anderem bei Sprints oder Intervalltraining der Fall. Wer seine anaerobe Leistungsfähigkeit verbessern möchte, kann dies zum Beispiel durch gezieltes Training von Intervallläufen tun.

Intervalltraining sieht vor, dass in das normale Lauftraining zusätzliche Einheiten mit erhöhter Geschwindigkeit eingebaut werden. Bei diesen steigt dann die Belastung und dadurch der Puls, was ein Training im anaeroben Bereich zur Folge hat.

Zwischen den einzelnen Intervallen wird das Tempo auf die normale Laufgeschwindigkeit gedrosselt. Derartige Intervallläufe sollten nur ungefähr 10 Prozent des gesamten Trainingsvolumens ausmachen, um ein zu einseitiges Training zu vermeiden.

Muskelaufbautraining

Die anaerobe Leistung spielt nicht nur für Ausdauersportler eine Rolle. Sie ist insbesondere auch für den Aufbau von Muskeln von Bedeutung.

Auch hier kommt es zu kurzen und intensiven Belastungen, die zu einer Steigerung der Leistungskraft führen. Diese Belastung im anaeroben Bereich führt dann letztlich dazu, dass der Körper Muskeln aufbaut.

Nachteile

Anaerobes Training ist ohne Zweifel wichtig, hat jedoch auch einige Nachteile, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.

In diesem Zusammenhang sollte insbesondere beachtet werden, dass bei anaeroben Belastungen verschiedene Stoffwechselabfälle, wie zum Beispiel Milchsäure, gebildet werden.

Diese sorgen über kurz oder lang für eine Ermüdung der Muskulatur und machen ein weiteres Training mit hohen Trainingsleistungen unmöglich.

Anaerobes Training macht längere Erholungspausen unverzichtbar. Werden diese nicht eingehalten, kann dies dazu führen, dass sich die Leistungsfähigkeit verschlechtert und das Risiko für Verletzungen während des Trainings steigt.

Zudem sollte der Stress, den anaerobes Training für den Körper bedeutet, nicht unterschätzt werden. Ein zu hohes Pensum in diesem Bereich kann das Immunsystem sowie das Herz-Kreislauf-System stark belasten.

Wer bestmögliche Leistungen erbringen möchte, sollte dennoch sowohl im aeroben als auch im anaeroben Bereich trainieren, es jedoch mit Letzterem nicht übertreiben, um seinem Körper nicht zu schaden.

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Über Kim Weiss

Ein gesunder Lifestyle ist meine Passion. Ernährung und Diät sind die beiden Hauptthemen, in meinem Job als Ernährungsberaterin, welche mir täglich begegnen.

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