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Wenn Magendruck zum Problem wird

Wenn Magendruck zum Problem wird

Wahrscheinlich hatte schon jeder Mensch einmal in seinem Leben mit Magendruck zu kämpfen. Oftmals leiden Betroffene dann an einem diffusen Drücken im Oberbauch. Hinzu kommen dann manchmal noch weitere Symptome, wie Übelkeit. Durchaus kann Magendruck auch völlig harmlos sein, denn in einigen Fällen ist einfach nur eine üppige Mahlzeit Schuld an den Beschwerden.

Das unangenehme Drücken im Bauch kann aber unter Umständen ebenso mit einer ernsten Erkrankung in Zusammenhang stehen. So kann, zum Beispiel, eine bakterielle Infektion oder auch eine Magenentzündung hinter dem Druck stecken. Aus diesem Grund, macht es Sinn  bei Magendruck einmal etwas genauer hinzusehen. Dies gilt vor allem dann, wenn es häufiger zu diesem Druck im Magen kommt.

Welche typischen Symptome, wie Beschwerden zeigen sich bei Magendruck?

Wissen Sie eigentlich genau wo Ihr Magen liegt? Mit dieser Unwissenheit stehen Sie nicht alleine da, denn die wenigsten Menschen wissen wo sich dieser genau befindet. Aus diesem Grund, werden unter dem Begriff Magendruck auch meist alle möglichen Empfindungen zusammengefasst, die sich irgendwo im Bauchraum abspielen.

Das liegt unter Umständen manchmal auch daran, dass das Druckgefühl mit eher dumpfen Schmerzen einher ergeht, die ebenfalls in andere Bereiche ausstrahlen. Die Beschwerden können außerdem einfach nur als unangenehm empfunden werden oder aber stark belasten, wenn die Schmerzen stärker ausfallen.

So handelt es sich beim Magendruck eher um diffuse, wie unspezifische Probleme, die nicht einfach zugeordnet werden können. Betroffene, die mit Magendruck zu kämpfen haben, leiden manchmal auch zusätzlich unter folgenden Symptomen:

  • Blähungen
  • Aufstoßen
  • Bauchschmerzen
  • Atemnot
  • Erbrechen
  • Rückenschmerzen
  • Übelkeit
  • Sodbrennen
  • Nervösen Magen
  • Verstopfung
  • Völlegefühl

Welche Ursachen können hinter Magendruck stecken?

Oftmals tritt das Leitsymptom nicht allein auf, sondern zeigt sich in Kombination mit anderen Symptomen. Diese können dann Aufschluss darüber geben, welche Ursache hinter dem Magendruck steckt.

  1. Sodbrennen, Aufstoßen und Völlegefühl plus Magendruck

Oftmals kommt es nach dem Essen zum Magendruck in Verbindung mit Völlegefühl. Nach dem Genuss von Kaffee, Alkohol oder anderen reizenden Substanzen sind diese Beschwerden nicht selten. Der Magendruck geht in diesem Fall auch häufig mit Sodbrennen oder Aufstoßen einher. Verursacht werden diese Beschwerden oft durch reizende, zu üppige oder zu fettige Speisen, die als schwer verdaulich gelten.

  1. Blähungen, wie Verstopfung mit Magendruck

Auch Blähungen können Magendruck auslösen, wenn sich im Körper Gase bilden, die den Bauch aufblähen.  Ein erhöhter Druck im Verdauungstrakt kann sich aber ebenso bei Verstopfung aufbauen.

  1. Bauchschmerzen und Übelkeit mit Magendruck

Eine Magenentzündung bzw. Magenschleimhautentzündung ist oftmals ebenfalls mit Magendruck verbunden. Häufig kommt es infolgedessen auch zu Schmerzen im Bauchraum, sowie zu Übelkeitsgefühlen.

  1. Nervöser Magen

Magendruck tritt bei einem Reizmagen oftmals kombiniert mit psychosomatischen Beschwerden ohne Befund auf. Demnach lässt sich keine organische Ursache finden, so dass Experten in diesem Fall von einem nervösen Magen sprechen.

Wie diagnostiziert ein Arzt Magendruck?

Spätestens, wenn es fast täglich zu Magendruck kommt, gilt es einen Mediziner aufzusuchen, um die Ursache für dieses Problem zu finden. Meist wird der behandelnde Arzt erst einmal versuchen herauszufinden ob der Magendruck mit einer falschen Ernährung in Zusammenhang steht. So wird der Experte erst einmal den Bauch abtasten, diesen mit den Stethoskop abhören und im Anschluss daran wahrscheinlich eine Ultraschalluntersuchung vornehmen.

Da diese Verfahren aber nicht immer sehr genau sind, kann es auch sein, dass der Hausarzt den Patienten an einen Spezialisten überweist. Erst recht, wenn der Mediziner eine ernste Erkrankung vermutet. Gegebenenfalls wird der Spezialist dann eine Magen-, wie Darmspiegelung vornehmen, bei der auch Gewebeproben genommen werden können. Mit einer Blutprobe werden diese Gewebeproben dann in ein Labor geschickt, wo eine genaue Analyse stattfinden wird.

Liegt der Befund dann vor, kann je nach Diagnose eine entsprechende Behandlung in Angriff genommen werden. Handelt es sich, zum Beispiel, um eine infektiöse Magenentzündung, die den Magendruck ausgelöst hat, können Magensäureblocker, wie Antibiotika helfen.

In folgenden Fällen sollten Sie bei Magendruck sofort einen Mediziner aufsuchen:

  • Wenn Magendruck mehrmals in der Woche zum Thema wird
  • Wenn Magendruck mit weiteren starken Beschwerden zusammen auftritt, wie Fieber oder starken Schmerzen
  • Wenn sich Blut im Erbrochenen findet
  • Wenn sogenannter Teerstuhl ausgeschieden wird
  • Wenn es mehrere Tage gar nicht zum Stuhlgang kommt

Wie können Sie sich bei Magendruck selbst helfen?

Kommt es nach üppigen oder schwer verdaulichen Mahlzeiten zu Magendruck, sind diese Beschwerden meist völlig harmlos und stehen schlichtweg mit dem Essen in Zusammenhang. Eine Einnahme von Arzneien ist in diesem Fall meist nicht nötig. Meist reicht es aus, schonende Heilmittel, wie Kräutertees zu sich zu nehmen, um den Magendruck zu lindern. Außerdem kann es natürlich helfen in Zukunft erst einmal den Auslöser für Magendruck zu meiden. So können auch Nahrungsmittel, wie Kohl, Sauerkraut oder Zwiebeln der Auslöser sein.

Hinzu kommt, dass der unangenehme Magendruck ebenso mit einer Lebensmittelunverträglichkeit in Zusammenhang stehen kann. Unter Umständen können Betroffene Milchprodukte oder auch Getreide nicht gut vertragen. Auch dies kann man besten herausfinden, indem man eine Zeit lang auf bestimmte Nahrungsmittel verzichtet.

Zehn Tipps die gegen Magendruck helfen können:

  1. Ziehen Sie bequeme Kleidung an und verzichten Sie auf Kleidungsstücke, die um den Bauch herum einengen und zwicken.
  2. Genießen Sie Ihre Mahlzeiten und nehmen Sie sich genügend Zeit, so dass Sie Ihr Essen nicht herunterschlingen müssen.
  3. Kauen Sie jeden Bissen gründlich durch, denn auf diese Weise wird der Nahrungsbrei bereits im Mund mit Verdauungsenzymen angereichert. Dies entlastet sowohl den Magen, als auch den Darm.
  4. Speisen, die einen blähenden Effekt erzeugen können, gilt es mit Kümmel, Anis, Kardamon, Fenchel oder Koriander zu würzen, denn dies beruhigt den Magen.
  5. Trinken Sie bei der Nahrungsaufnahme besser Tee anstatt kohlensäurehaltige Getränke. Kamillen-, Melisse-, Fenchel- oder Pfefferminztee wirken entspannend und wohltuend.
  6. Beim täglichen Stuhlgang ist es besser sich an Rituale zu gewöhnen. Versuchen Sie jeden Tag um die gleiche Uhrzeit die Toilette aufzusuchen und unterdrücken Sie die Entleerung des Darms nicht.
  7. Spüren Sie, dass Sie mit Blähungen zu kämpfen haben, suchen Sie sich ein stilles Örtchen und lassen Sie die Winde ungehindert entweichen.
  8. Bemerken Sie zu Hause erste Anzeichen für einen Magendruck, legen Sie sich mit einer Wärmflasche auf den Bauch auf die Couch. Dies lindert Schmerzen und beruhigt den Magen.
  9. Nach dem Essen ist es sinnvoll einen kleinen Verdauungsspaziergang vorzunehmen. Bewegung führt meist dazu, dass der Druck im Magen nachlässt.
  10. Massieren Sie Ihren Bauch sanft im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum. Auch dies lindert Magendruck.

Fazit: In den meisten Fällen hängt Magendruck mit der zuvor eingenommenen Mahlzeit zusammen. Wer zu schnell isst, sein Essen nicht richtig kaut oder auf zu üppige, wie fettige Speisen setzt, kann schnell mal mit Magendruck zu kämpfen haben. Treten diese Beschwerden allerdings mehrmals wöchentlich auf und auch andere Symptome sorgen für gesundheitliche Probleme ist es besser einen Arzt um Rat zu fragen. Hinter Magendruck kann ebenso eine ernstzunehmende Erkrankung stecken.

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