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Abnehmen ist wie Klavierspielen – Wie das?

Dr. Iris Zachenhofer, Hirnforscherin, sagt, das Abnehmen zum großen Teil schlichtweg Kopfsache ist. Und diese Expertin muss es eigentlich ganz genau wissen, denn sie hat ihre Methode selbst auf die Probe gestellt.

Wo genau, hausen eigentlich die ganzen, kleinen Teufelchen, die uns auf dem Weg zur Arbeit leise ins Ohr flüstern, dass wir ein Schoko-Brötchen kaufen oder nach dem Mittagessen noch schnell eine halbe Tüte Gummibärchen verputzen sollen?

Die Buchautorin, sowie Neurochirurgin und Psychiaterin Dr. Iris Zachenhofer weiß es, denn Ab-, wie auch Zunehmen beginnt in unserem Kopf in ganz bestimmten Hirnregionen. Dort kommt es täglich zur Entscheidung, ob wir den Stimmen der Teufelchen nachgeben und wahre Kalorienbomben zu uns nehmen oder ob wir uns gegen diese behaupten können.

So lautet die These der 40-jährigen Fünffach-Mutter und Expertin: Wer diese Mechanismen in seinem Gehirn kennt, kann gezielt gegen diese ansteuern und in seinem Hirn eine gesündere Ernährung gegen die ungesünderen Lebensmittel eintauschen. Auch die Expertin hat auf diese Weise ihr Gehirn umprogrammiert und so satte 15 Kilogramm Körpergewicht verloren.

Die Basalganglien umprogrammieren

In einer bestimmten Region des menschlichen Gehirns, also in den Basalganglien, sind stets bestimmte Gewohnheiten gespeichert. Auch die Gewohnheiten, wenn es um die Ernährung geht, sind an dieser Stelle programmiert. Durchaus lassen sich diese Basalganglien aber umprogrammieren, indem alte Gewohnheiten gegen neue ersetzt werden.

Hierbei handelt es sich aber nicht um einen Prozess, den man in kurzer Zeit erlernt. Ähnlich, wie das Lernen von Klavierspielen benötigt dieses Umprogrammieren seine Zeit und zwischenzeitlich kann es hier auch mal zu Fehlern kommen.

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Auch den Hypothalamus sollte man nicht aus den Augen verlieren

Abnehmen ist wie Klavierspielen - Wie das?
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Beim Hypothalamus handelt es sich um Nichts anderes, als um die zentrale Steuerung des menschlichen Gehirns. So werden hier beständig Blutzucker, wie Blutdruck gemessen. Vor allem Zucker braucht ein jedes Hirn, denn dieser Stoff ist lebensnotwendig. Sinkt der Blutzuckerspiegel auf einen allzu niedrigen Wert führt dies dazu, dass der Hypothalamus mit Heißhunger reagiert. So stellt das Gehirn sicher, dass es alsbald wieder mit genügend Zucker versorgt wird.

Früher hat auch diese Expertin ihre Nerven mit Mehlspeisen, sowie Süßigkeiten beruhigt. Der Blutzuckerspiegel stieg nach diesen Lebensmitteln natürlich rasant an, so dass es zu einer hohen Insulinausschüttung kam, damit der Zucker von den Blutbahnen in den Zellen transportiert werden konnte.

Anschließend sank der Insulinspiegel schnell wieder in den Keller und Heißhunger machte sich breit. Diesen unvorteilhaften Mechanismus hat die Expertin dann ausgebremst, indem sie Nahrungsmittel zu sich nahm, die den Blutzucker nur noch langsam ansteigen lassen. Auf diese Weise hat die Expertin satte 15 Kilogramm abgenommen.

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Warum isst der Mensch oftmals aus Frust oder um sich zu belohnen?

Der Grund dafür findet sich ebenfalls in unserem Gehirn. Nimmt der Mensch Fette oder Zucker zu sich, schüttet dieses Dopamin aus, welches auch als Glückshormon bekannt ist. Nach süßen, wie fetten Speisen fühlt sich der Esser somit kurzzeitig besser. So kann es helfen, sich die Dopamin-Quellen bewusster auszuwählen, denn nicht nur kalorienreiche Kost führt zu einer Ausschüttung dieses Hormons.

Alles, was der Mensch als schön empfindet, setzt das Glückshormon frei. Wer sich demnach bewusst macht, wie das eigene Gehirn funktioniert und so seine Mechanismen kennt, kann leichter das Umdenken erlernen. Zu begreifen, warum man mit Heißhunger zu kämpfen hat und aus welchem Grund Süßigkeiten einen Menschen glücklich machen, kann beim Abnehmen helfen.

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Über Kim Weiss

Ein gesunder Lifestyle ist meine Passion. Ernährung und Diät sind die beiden Hauptthemen, in meinem Job als Ernährungsberaterin, welche mir täglich begegnen.

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