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Cholesterin: nicht zwingend gesundheitsschädlich

Cholesterin: nicht zwingend gesundheitsschädlich

Bei Cholesterin handelt es sich um einen natürlichen Stoff, der in praktisch allen Zellen von Menschen und Tieren vorkommt. Cholesterin ist lebenswichtig und hat im Körper eine Reihe von Aufgaben, die es erfüllen muss.

Funktionen

Cholesterin ist ein wichtiger Teil der Zellmembranen und verleiht diesen Stabilität. Im Zusammenspiel mit Proteinen sorgt es dafür, dass Botenstoffe in die Membran hinein und wieder heraus gelangen können.

Im Körper sind ungefähr 140 Gramm Cholesterin gespeichert, wobei sich der allergrößte Teil davon in den Zellmembranen und im Inneren der Zellen befindet.

Im Körper dient Cholesterin als Vorstufe für Gallensäure und Steroidhormone. Aus ihr werden zum Beispiel Testosteron, Progesteron und Cortisol gebildet. Ohne Cholesterin als Ausgangsstoff wäre das nicht möglich.

Ein wichtiges Zwischenprodukt aus der Cholesterinbiosynthese ist 7-Dehydrocholesterin, welches als Provitamin für die Produktion von Vitamin-D mithilfe von UV-Licht fungiert.

Darüber hinaus wird Cholesterin im Körper auch für die Biosynthese von herzwirksamen Glykosiden verwendet.

Cholesterinspiegel

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Unter dem Cholesterinspiegel versteht man die Menge an Cholesterin, die im Blut enthalten ist. Seine Höhe unterscheidet sich unter anderem anhand von Geschlecht und Alter der betreffenden Person.

Mit fortschreitendem Alter steigt der Gesamtcholesterinspiegel für gewöhnlich recht stark an. In jungen Jahren haben Frauen in der Regel etwas niedrigere Werte als Männer, was sich mit der Zeit jedoch weitestgehend ausgleicht.

Die durchschnittlichen Werte variieren nicht nur aufgrund des Alters. Zum Teil gibt es auch zwischen verschieden Ländern ganz erhebliche Unterschiede. So liegt der durchschnittliche Cholersterinspiegel in einigen Regionen Chinas zum Beispiel bei nicht einmal der Hälfte der deutschen Durchschnittswerte.

Dies dürfte vor allem an den völlig unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten liegen.

Neben dem Gesamtcholesterinspiegel wird in LDL- und HDL-Cholesterin unterschieden. HDL transportiert Cholesterin aus dem Gewebe in die Leber, während LDL den umgekehrten Weg verantwortet.

Aus diesem Grund geht man davon aus, dass ein hoher HDL-Cholesterinspiegel dafür sorgt, dass mehr Cholesterin aus den Gefäßen transportiert wird und so Ablagerungen, die dann letztlich zu gesundheitlichen Problemen führen können, vermieden werden.

HDL-Cholesterin wird deshalb auch als unproblematisch angesehen, während insbesondere ein hoher LDL-Cholesterinspiegel für die Entstehung von Erkrankungen des Herzens verantwortlich gemacht wird.

Gesundheitliche Folgen

Ein zu hoher Spiegel des LDL-Cholesterins kann eine Verkalkung der Arterien zur Folge haben. Das bedeutet, dass die Gefäße ihre Elastizität einbüßen und enger werden, wodurch das Blut nicht mehr richtig fließen kann.

Daraus können im Laufe der Zeit in verschiedenen Bereichen des Körpers Durchblutungsstörungen entstehen und es kann zu ernsten Problemen kommen. Im schlimmsten Fall drohen sogar ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt.

Maßnahmen

Hohe Cholesterinwerte sind ein ernstzunehmendes Zeichen, dass nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Wer unter entsprechenden Werten leidet, sollte in jedem Fall seine Ernährung umstellen.

Insbesondere sollte dabei der Zuckerkonsum eingeschränkt werden. Das gleiche gilt für gesättigte und gehärtete Fette.

Eine ausgewogene Kost mit vielen ungesättigten Fetten (insbesondere Omega-3) in Kombination mit regelmäßigen körperlichen Aktivitäten führt nicht nur zu einer Reduzierung des Körpergewichts, sondern wird sich auch positiv auf das Cholesterin auswirken, sodass gesundheitliche Gefahren minimiert werden können.

Hilft das jedoch nicht, sollte in jedem Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden. Dieser kann dann entsprechende Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels verordnen.

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