Die Ernährung für einen besseren Schlaf umstellen

Das Schlafverhalten hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Während manche, ohne groß auf etwas zu achten, sehr gut schlafen, leiden andere unter Schlafstörungen, ohne die Gründe hierfür zu kennen. Während vieles von der Psyche des Einzelnen abhängt, hat auch die Ernährung großen Einfluss auf das Schlafverhalten. Dabei geht es nicht nur darum, die Nahrung gut zu kauen und nicht direkt nach dem Abendessen ins Bett zu gehen, sondern auch um die Vermeidung spezieller Nahrungsmittel, deren negative Auswirkungen auf den Schlaf bekannt sind.

Ballaststoffreiche und fettarme Ernährung

Die Aufnahme zu weniger Ballaststoffe und großer Mengen an gesättigten Fettsäuren hat nicht negative Auswirkungen auf die Verdauung. Auch der Schlaf kann durch solche ungesunde Ernährung negativ beeinflusst werden. Es ist nachgewiesen, dass Ballaststoffe und Fette indirekt den langsamen Wellenschlaf (SWS) beeinflussen. Hierbei handelt es sich um den Schlaf mit der größten Weckschwelle, der wichtige Gedächtnisaufgaben, wie die Überführung von Erinnerungen aus dem Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis übernimmt.

Zuckerhaltige Produkte vermeiden

Zucker „raubt“ den Menschen den Schlaf. Diverse Studien zeigen, dass der übermäßige Zuckerkonsum sich negativ auf das Schlafverhalten auswirkt. Besonders die Zeit der Tiefschlafphasen, die sehr wichtig für die körperliche Erholung sind, wird reduziert. Bei Personen, die viel Zucker konsumieren werden häufiger Weckreaktionen festgestellt, die den Schlafenden aus der Tiefschlafphase „holen“. Weniger Tiefschlaf oder kürzere Phasen des Tiefschlafs führen dazu, dass man sich morgens nicht erholt fühlt. Der Entzug von Schlaf und der damit verbundene Mangel an Erholung können zu Schlafstörungen und im schlimmsten Fall zu Depressionen führen.

Gesunde Lebensmittel für einen guten Schlaf

Um Schlafstörungen zu bekämpfen oder ihnen vorzubeugen gilt es, sich ausgewogen zu ernähren. Die Aufnahme viele Ballaststoffe und wenig raffinierten Zuckers sollte dabei an erster Stelle stehen. Frische Produkte, wie Obst und Gemüse sind gut für das Schlafverhalten. Auch ein hoher Anteil von Vollkornprodukten und fettarmer und proteinreicher Lebensmittel ist geraten. Zudem sollte man darauf achten, genügend Vitamin B aufzunehmen. Dieses reguliert das Hormon Melatonin, welches den Tag-Nacht-Rhythmus entscheidend mitbestimmt.

Schlaf ist sehr wichtig. Körper und Geist brauchen ausreichend Ruhezeiten, um die Anstrengungen des Alltags zu bewältigen. Dauerhafter Schlafentzug kann zu schweren körperlichen und geistigen Problemen führen. Ernährt man sich ausgewogen und gesund, ist die Wahrscheinlichkeit, Schlafstörungen zu haben, deutlich geringer. Lebensmittel, wie Fisch, Obst Gemüse, Geflügel, Vollkornmehl, Eier und Milcherzeugnisse sind verarbeiteten industriell hergestellten Speisen vorzuziehen. Man sollte zudem darauf achten, die Nahrung gründlich zu kauen, genügend Wasser zu trinken und nicht zu spät Abend zu essen.

Natürlich gibt es auch andere Ansätze wie Sport und Medikamente, gegen Schlafstörungen vorzugehen, doch die gesunde Ernährung ist diesen vorzuziehen, da sie eine Vielzahl von gesunden Nebenwirkungen für den Körper mit sich bringt.

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