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Endgültig belegt: Eier in der Diät helfen beim Abnehmen

Nun ist es bewiesen: Eier sind alles andere als gesundheitsschädlich.

Sie galten lange Zeit als die Ursache für einen erhöhten Cholesterinspiegel. Und auch heute erliegen viele Menschen noch dem Irrglauben vom bösen Ei, das nur in Maßen konsumiert werden sollte.

Neueste Forschungsergebnisse belegen nun, was Mediziner und Ernährungsexperten schon länger wissen: Eier, vor allem während kalorienreduzierter Ernährungsphasen, unterstützen beim Gewichtsverlust und bringen obendrein noch ganz andere nützliche Nebenwirkungen für Diätende mit.

Eier sind so alt wie die Menschheit selbst und zählten bereits vor vier Millionen Jahren zu den Grundnahrungsmitteln des Vormenschen. Die Vielseitigkeit der proteinreichen Mahlzeit mit der goldenen Mitte ist gar nicht hoch genug zu bewerten und reicht bekanntermaßen sogar über die täglichen Essgewohnheiten hinaus bis in die Philosophie. Ei oder Henne, was war zuerst da? Doch ein Kreis hat eben keinen Anfang.

Der Mythos vom schlechten Ei, demzufolge sich Eierkonsum negativ auf die Blutfettwerte des Menschen auswirke, hat aber durchaus einen datierbaren Anfang und reicht zurück bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Dort fanden nämlich US-amerikanische Forscher heraus, dass ein allzu hoher Cholesterinspiegel im Blut die Gesundheit negativ beeinflusst, Schlaganfälle und Herzinfarkte begünstigt.

Das stimmt sogar. Der Clou an der Sache: Eier haben eben keinen negativen Effekt auf die Cholesterinwerte des Menschen. Diese Erkenntnis ist eigentlich schon länger bekannt. Spätestens als Anfang der neunziger Jahre ein 88-jähriger Patient mit tadelloser Gesundheit und einwandfreien Blutfettwerten in einem Klinikum in Harvard erschien, wurden die Mediziner aufmerksam. Denn der Mann gab an, täglich bis zu 20 Eier zu essen – und das seit Jahren.

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Fett weg: Instant knockout Erfahrung und Test
Und so begannen Forscher den bisherigen Glauben von den bösen Fetten infrage zu stellen. Dabei hatten die US-Wissenschaftler Braun und Goldstein das Geheimnis des Cholesterin-Stoffwechsels beim Menschen bereits 1985 entschlüsselt.

Doch wurden simultan Milliarden, vor allem in den USA, in Anti-Fett-Kampagnen gesteckt. Und die Zucker-Lobby hatte auch ein Wörtchen mitzureden. Diät-Portale wie abnehmtricks-und-abnehmtipps.de bemühen sich heutzutage um Aufklärung bezüglich fetthaltiger Nahrungsmittel und schreiben: „Eier sind die Geheimwaffe beim Abnehmen und sorgen nach regelmäßigem Verzehr auch für ein besseres Blutbild.“ Nun werden sie erneut von der Forschung bestätigt.

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Infografik über Lebensmittel zum Abnehmen

US-Studie belegt: Eier machen schlank

Nikhil V. Dhurandhar ist Forscher an der Louisiana State University und hat mit seinen Kollegen über acht Wochen Gewicht und Fettwerte von insgesamt 125 übergewichtigen und fettleibigen Personen überwacht. Sämtliche Teilnehmer der Studie besaßen einen BMI über 25 und waren in der Altersklasse von 25 bis 60 Jahren vertreten.

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Zur Datenerhebung wurden die Probanden in insgesamt vier Gruppen eingeteilt, wobei die eine Gruppe ausschließlich fettarme Nahrung zu sich nahm und täglich ein Kaloriendefizit von 1.000 Kalorien erreichte. Zum Frühstück gab es stets einen Bagel. Die anderen Teilnehmer nahmen hingegen ein Eier-Frühstück zu sich. Beide Mahlzeiten kamen auf die gleiche Energiemenge von 340 kcal. Die zwei anderen Gruppen durften wahlweise Bagel oder Eier frühstücken.

Das Resultat bestätigt das, was viele Ernährungsexperten bereits länger vermuteten:

  • Die Probandengruppe, die Eier zu sich nahm, konnte sich am Ende der Studie durchschnittlich um einen reduzierten Bauchumfang von 34 Prozent freuen.
  • Zudem zeigte sich, dass Eier auch einen positiven Effekt auf den Energielevel haben – und das trotz einer kalorienreduzierter Ernährung.
  • Obendrein ergab eine Blutfettanalyse, dass sich die Blutfettwerte der Gruppe, die täglich Eier zum Frühstück konsumierten, nicht verändert haben. Eier haben also keinen negativen Einfluss auf den Cholesterinspiegel.

Studienleiter Nikhil V. Dhurandhar kommentierte die Erkenntnisse mit den folgenden Worten: „Unsere Untersuchung zeigt, dass Eier viel dazu beitragen können, dass eine Diät gelingt.“ Zudem konnten frühere Untersuchungen bereits belegen, dass Eier während der Diät ein höheres Zufriedenheitsgefühl bei Diätenden auslösen und das Hungergefühl senken.

Was genau ist eigentlich Cholesterin?

Schlechtes Cholesterin und gute Fette, LDL und HDL – was hat es denn nun wirklich mit diesen Begriffen auf sich? Und lässt sich Cholesterin tatsächlich so einfach in Kategorien erfassen? Um diese Frage zu beantworten, muss etwas näher auf physiologische Prozesse im Körper und in Zusammenhang damit auf die Funktion von Cholesterin geschaut werden.

Per se ist Cholesterin erst einmal nichts Schlechtes, denn es nimmt im menschlichen Organismus vielfältige und essentielle Aufgaben wahr. So ist es in jeder einzelnen Körperzelle zu lokalisieren, denn ohne Cholesterin wäre beispielsweise der Aufbau einer Zellmembran gar nicht möglich. Ebenso ist Cholesterin beispielsweise an unterschiedlichen Syntheseprozessen beteiligt, beispielsweise zur Herstellung von Gallensäure oder Vitamin D, ein wichtiges Vitamin für die Knochengesundheit.

Dennoch ist das Denken vom guten und schlechten Cholesterin tief in unserem Bewusstsein verankert. In Verbindung damit stehen das sogenannte „Low Densitiy Lipoprotein“ (LDL) und das „High Density Lipoprotein“ (HDL), wobei das HDL als „gutes“, das LDL stets als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet werden. Fakt ist jedoch, dass es sich dabei eigentlich gar nicht um Cholesterin handelt, sondern vielmehr um eine Art Transporthülle.

Denn müssen wasserunlösliche Stoffe wie eben Cholesterin oder Fettsäuren und Vitamine durch den Blutkreislauf transportiert werden, greift der menschliche Organismus auf Lipoproteine zurück. LDL besitzt allerdings die Eigenschaft, sich an den Blutgefäßwänden abzulagern. Diese verengen darauf und das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte steigt. HDL hingegen löst das LDL von den Gefäßwänden. Entscheidend für die Gesundheit ist also nicht der Cholesterinspiegel, sondern das HDL-LDL-Verhältnis.

Welche Fette sollte ich zu mir nehmen?

Was viele gar nicht wissen: Der Körper besitzt eigene Steuerungsmechanismen, um den Cholesteringehalt der aufgenommenen Nahrung zu messen und die eigene  Cholesterinproduktion daraufhin anzupassen. Da der menschliche Organismus sehr viel Cholesterin benötigt, ist es kaum möglich, den gesamten Cholesterinbedarf über die Nahrung zu decken. Nur circa ein Drittel kann tatsächlich von außen zugeführt werden.

Bei Fetten müssen allerdings die gesättigten und ungesättigten Fette unterschieden werden. Erstere finden sich vor allem in tierischen Erzeugnissen, Letztere mehrwiegend in pflanzlichen Ölen wie Oliven- und Sonnenblumenöl. Da gesättigte Fettsäuren die ungünstige Eigenschaft besitzen, den LDL-Gehalt im Blut anzuheben, ist es ratsam, auf die gesünderen ungesättigten Fette zu setzen.

Milch, Butter, rotes Fleisch und Co. sollten daher nicht zu häufig auf dem Speiseplan stehen, möchte man sich während der Diät fettreich ernähren und seine Cholesterinwerte im Zaum halten. Stattdessen greift man besser zu pflanzlichen Fetten – und natürlich Eiern. Diese schonen nämlich nicht nur die Blutfettwerte, sondern bringen auch reichlich Vitamin D, K und B mit.

Auch Jod und Mineralstoffe sind reichlich enthalten. Zusammen mit dem hohen Proteingehalt ergibt sich so ein perfektes Nahrungsmittel für eine gesundheitsbewusste Mahlzeit. Und genügend abwechslungsreiche Eier-Rezepte gibt es bekanntlich auch, ob nun zum Braten oder Backen, herzhaft oder süß.

Nährwertangaben Ei (gekocht, 100g)

Kalorien155
Fett11g

Gesättigte Fettsäuren 3,3g

Ungesättigte Fettsäuren 4,1g

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 1,4g

Protein13g
VitamineVitamin A 520 UI

Vitamin D 87 UI

Vitamin B6 0,1mg

MineralstoffeKalzium 50mg

Eisen 1,2mg

Magnesium 10mg

 

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