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Fettfreie Masse Index: aussagekräftiger als der BMI

Fettfreie Masse Index: aussagekräftiger als der BMI

Unter dem Fettfreie Masse Index versteht man eine Formel, mit der die Körpergröße mit mit dem Gewicht (abzüglich des Körperfetts) in Relation gesetzt wird. Abgekürzt wird der Fettfreie Masse Index mit FFMI.

Vorteile

Der Fettfreie Masse Index funktioniert ähnlich wie der wesentlich bekanntere Body Mass Index (BMI), ist diesem hinsichtlich seiner Aussagekraft jedoch deutlich überlegen.

Zwar wird der Body Mass Index häufig von Ärzten zum Bewerten des Gesundheitszustands genutzt. Allerdings sagt dieser Wert alleine noch nichts darüber aus, wie fit eine Person tatsächlich ist. Denn der BMI berücksichtigt einen wichtigen Faktor nicht. Und das ist der Körperfettanteil.

Denn schließlich kann eine Person mit 85 Kilo viele Muskeln und einen niedrigen Körperfettanteil haben, während eine andere Person mit gleicher Körpergröße und gleichem Gewicht möglicherweise einen hohen Körperfettanteil hat, sich ungesund ernährt und keinen Sport treibt.

Rein optisch würden sich beide Personen natürlich deutlich voneinander unterscheiden. Richtet man sich jedoch nur nach dem BMI, wären beide auf dem Papier vollkommen gleich.

Misst man hingegen den Fettfreie Masse Index ergibt sich ein völlig anderes Bild. Dieser gibt nämlich an, über wie viel Muskelmasse eine Person verfügt. Je höher der Fettfreie Masse Index ist, desto niedriger ist der Körperfettanteil und desto mehr Muskeln sind vorhanden.

Berechnung und Referenzwerte

Der Fettfreie Masse Index lässt sich mit einer einfachen Formel selbst ausrechnen. Zunächst einmal muss die fettfreie Masse bestimmt werden. Zu diesem Zweck wird der Körperfettanteil vom Gesamtgewicht abgezogen.

Die Formal dafür lautet fettfreie Masse = KG x (100 – KFA) / 100. Bei einem Gewicht von 85 Kilo und einem Körperfettanteil von 15 Prozent sähe das folgendermaßen aus: fettfreie Masse = 85 x (100 – 15) / 100. Die fettfreie Masse (FFM) läge somit bei 72,25 Kilo.

Im nächsten Schritt kann nun der FFMI bestimmt werden. Auch hierfür gibt es eine Formel. Diese lautet Fettfreie Masse Index = FFM / (G x G) + 6,3 x (1,8 – G). G steht in dieser Formel für die Größe in Metern. In unserem Beispiel läge der FFMI somit bei ungefähr 22,3.

Dieser Wert lässt auf einen recht gut trainierten Körper schließen. Für Männer gilt ein Wert zwischen 18 und 21 als normal. Bis 24 ist der Körperbau muskulös.

Bei Werten darüber verfügt die betreffende Person über außergewöhnlich viel Muskelmasse, wobei davon ausgegangen wird, dass ein FFMI von mehr als 25 nur durch den Einsatz von Steroiden zu erreichen ist.

Für Frauen sind die Werte etwas niedriger angesetzt. Als normal gilt hier ein FFMI von bis zu 16. Als muskulös gelten Werte bis etwa 20. Als natürliche Grenze für den Aufbau von Muskeln wird bei Frauen von einem Fettfreie Masse Index von 21 ausgegangen.

Empfehlung

Der Body Mass Index eignet sich allenfalls als grobe Richtlinie für untrainierte Personen. Wer jedoch Krafttraining betreibt, sollte sich über den BMI keine Gedanken machen. In diesem Fall ist der Fettfreie Masse Index nämlich deutlich aussagekräftiger.

Fettfreie Masse Index: aussagekräftiger als der BMI
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Über Diana Sander

In der News Redaktion versorgt Diana uns mit Neuigkeiten aus der Welt der Diäten. Zu Ihren Hobbys zählen Weltreisen und Frauen-Fussball.

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