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Gekaufte Smoothies gesünder als festes Obst und Gemüse?
Wie gesund sind gekaufte Smoothies wirklich?

Gekaufte Smoothies gesünder als festes Obst und Gemüse?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE, empfiehlt täglich fünf Portionen Obst, wie Gemüse. Diese Menge sollte doch eigentlich viel einfacher erreicht werden, wenn man Obst und Gemüse püriert und anschließend bei Bedarf trinkt? Die DGE rät allerdings davon ab und verrät auch, was es beim Kauf von fertigen Smoothies zu beachten gibt.

Wo unterscheiden sich Smoothies von Säften?

Im Vergleich zu diversen Fruchtsäften kommt bei der Herstellung von Smoothies, abgesehen von Kerne und Schale, alles von der Frucht in den Mixer. Obstsäfte hingegen bestehen lediglich aus dem gewonnen Saft einer Frucht. Smoothies haben somit einen großen Vorteil, denn sie enthalten Mineral-, wie Ballaststoffe und ebenso sekundäre Pflanzenstoffe. Jedoch kommt es auch hier auf die Zubereitungsart an.

Nicht alle Smoothies aus dem Supermarkt sind gesund

Eine einheitliche, wie klare Definition darüber, was in Smoothies enthalten sein sollte, gibt es bis heute nicht. Somit finden sich im Handel zahlreiche, verschiedene Produkte dieser Art. Werden Smoothies industriell produziert, mischen Hersteller hier gerne noch Säfte unter, um die Konsistenz sämiger zu gestalten.

Wie viel Saft hier in einem Smoothie zum Einsatz kommen darf, bleibt dabei jedem Hersteller selbst überlassen. Nach Angaben der DGE stellen viele Unternehmen ihre Smoothies allzu gerne mit Saftkonzentraten her. Wichtige Ballaststoffe, sowie die sekundären Pflanzenstoffe sind dann meist kaum noch in dem doch eigentlich gesunden Getränk vertreten.

Wobei viel zu viele industriell hergestellte Smoothies allzu große Mengen Zucker enthalten.  Im Durchschnitt fanden Experten hier in 100 Milliliter Smoothie 13 Gramm Zucker. Sogar Cola enthält hier weniger mit 10,6 Gramm pro 100 Milliliter, so dass Smooties echte Zuckerbomben sein können.

Mit Smoothies abnehmen?

Durchaus ist auch die flüssige Konsistenz von Smoothies eher ein Nachteil. Viele Menschen trinken diese Mixturen schnell mal zwischendurch, obwohl diese ohne weiteres eine ganze Mahlzeit ersetzen können. Trotz zahlreicher Nährwerte und Kalorien ist der Sättigungseffekt hier aber eher gering. Festes Gemüse, wie Obst muss erst ausgiebig gekaut werden, so dass das Essen länger dauert und besser sättigt, als Flüssignahrung.

Smoothies in Maßen und selbstgemacht genießen

In der Regel lässt sich sagen, dass Obst, wie Gemüse besser ist, wenn diese unverarbeitet sind. Wichtige Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe, sowie Vitamine bleiben auf diese Weise erhalten. Steht gerade kein frisches Obst zur Verfügung, können fertige Smoothies aber dennoch als Alternative dienen.

Wobei es beim Kauf darauf zu achten gilt, dass diese wenigstens zu 50% aus der ganzen Frucht bestehen und keine Zusatzstoffe und Zucker enthalten. Noch besser ist es natürlich den Smoothie selbst zu zubereiten. Ein bisschen frisches Obst, Kräuter und eventuell Gewürze in den Mixer geben und schon ist der gesunde Drink fertig.

Wie gesund sind grüne Smoothies tatsächlich?

Neben Frucht-Smoothies liegen auch die grünen Varianten mit Kräutern, sowie Blattgemüse voll im Trend. Vor allem der grüne Farbstoff namens Chloropyll soll eine überaus positive Wirkung auf die Gesundheit der Menschen haben. So wirkt diese Substanz antioxidativ und schützt die Zellen vor schadhaften Sauerstoffradikalen. Wobei Experten hier ebenso von einer tumorhemmenden Wirkungskraft sprechen.

Hinzu kommt, dass grünes Blattgemüse Ballastoff-, wie Bitterstoffreich ist. So regt dieses Gemüse den Stoffwechsel an und bringt ebenso die Verdauung auf Trab.

Wer hier jedoch mit einer eher empfindlichen Verdauung zu kämpfen hat, sollte vorsichtig sein und erst einmal nur kleine Mengen Blattgemüse in einen Smoothie verwandeln. Durch das Trinken fehlend bedeutende Verdauungsenzyme, wenn der grüne Saft im Darm ankommt.

Fest steht, selbstgemachte Smoothie sind durchaus gesünder, als industriell hergestellte Getränke dieser Art. Am besten ist es aber immer noch Obst, wie Gemüse in fester Form zu sich zu nehmen, denn hinsichtlich des Sättigungsgefühls, der Kalorienbilanz, sowie des Nährstoffgehalts ist dies immer noch die bessere Wahl.
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Über Diana Sander

In der News Redaktion versorgt Diana uns mit Neuigkeiten aus der Welt der Diäten. Zu Ihren Hobbys zählen Weltreisen und Frauen-Fussball.

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