Home / Magazin / Die Okinawa Diät – Garantie für längeres Leben?

Die Okinawa Diät – Garantie für längeres Leben?

Okinawa Diät - Rezept für 100 Jahre Leben?

Der Name der Okinawa Diät kommt von den gleichnamigen Inseln, die im Süden Japans liegen. Die Menschen dort werden ungewöhnlich alt, Frauen erreichen durchschnittlich das 86. Lebensjahr, Männer das 78. Trotzt des hohen Alters sind die Bewohner der Inselgruppe sowohl körperlich als auch geistig fit.

Sicher spielen die Gene auch eine Rolle, hauptsächlich ist aber die Ernährung ausschlaggebend. Die Bewohner ernähren sich kalorien- und fettarm. Dadurch leiden sie auch nicht unter den sogenannten Wohlstandskrankheiten wie Bluthochdruck, erhöhtem Cholesterinspiegel oder Fettleibigkeit.

Was ist an der Okinawa Diät so besonders?

Die Okinawa Diät - Garantie für längeres Leben?
Okinawa Diät – Gesundheit aus der japanischen Gesellschaft

Die Ernährung ist nicht nur fettarm, sondern auch halbvegetarisch. Ziel der Okinawa Diät ist es, weniger Kalorien zu sich zu nehmen, als eigentlich notwendig wären.

Die Kalorienzufuhr wird um rund 20 % gesenkt. Ein Hundertjähriger braucht pro Tag nur in etwa 1.100 Kalorien. Durch diese Ernährungsweise sind die Bewohner schlank und auch gesund. So können sie noch bis ins hohe Alter fit bleiben.

Bei der Okinawa Diät zählt die Qualität der Lebensmittel und nicht die Quantität.

Ein Begriff, der in der Okinawa Diät vorkommt, ist die Kaloriendichte. Das bedeutet, dass der Kaloriengehalt pro Gramm berechnet wird, genauer gesagt werden die Kalorien geteilt durch die Gramm für eine Portion. Das klingt im ersten Moment kompliziert, wenn man aber weiß, welche Lebensmittel man essen darf und welche vermieden werden sollten, ist eine Diät nicht schwer zu machen. Die Nahrungsmittel werden miteinander kombiniert, so entstehen abwechslungsreiche Gerichte.

Ernährungsumstellung nach Okinawa Ernährung

Nach einer Okinawa Ernährung muss der Körper langsam wieder an die herkömmliche Nahrung gewöhnt werden. Bleibt die Kalorienzufuhr gesenkt, glaubt der Körper an einen Mangel. Die Folge daraus ist, dass er sozusagen in den Energiesparmodus schaltet. Zuerst wird Muskulatur abgebaut und dann erst das Fett. Das sollte natürlich nicht sein, denn Ziel ist es, Fett ab- und Muskulatur aufzubauen.

Die Gefahr ist groß, dass der Jo-Jo-Effekt eintritt. Die erhöhte Energie, die der Körper bekommt, wird in Fett umgewandelt. Er bereitet sich auf die nächste Hungersnot, die kommen könnte, vor. Daher sollte nach der Diät eine Ernährungsumstellung stattfinden. Gesunde und kalorienarme Lebensmittel müssen bevorzugt werden. Kohlenhydrate und Eiweiß muss der Speiseplan enthalten.

Magere Fleischsorten oder Fisch sind gute Eiweißlieferanten. Bei Nudeln soll auf Vollkornprodukte zurückgegriffen werden. Sie sind gesünder als solche, die mit Weizenmehl hergestellt wurden. Brot darf gerne gegessen werden, aber auch hier müssen die Ballaststoffe in Form von Vollkorn vorhanden sein. Wer nach der Okinawa Diät seine Essgewohnheiten umstellt, wird auch keine Probleme mit dem Jo-Jo-Effekt haben.

Typische Okinawa Diät Rezepte sind

Die Okinawa Diät - Garantie für längeres Leben?
Fett weg: Instant knockout Erfahrung und Test
Die Diät erlaubt vielseitige Rezepte mit den erlaubten Lebensmitteln. Wichtig ist, dass wenig Fett und viel Obst und Gemüse verwendet wird. Die Wahl des richtigen Öls spielt bei der Zubereitung eine große Rolle. Davon darf aber nur wenig verwendet werden. Kocht man mit dem Wok, braucht man weniger Öl und die Speisen sind schnell gar. Damit ist auch eine schonende Zubereitung garantiert, die Vitamine bleiben erhalten.

Fleisch und Gemüse können gerne zusammen, aber auch extra zubereitet werden. Wählt man die Variante, Fleisch und Gemüse gemeinsam in einer Pfanne bzw. einem Wok zuzubereiten, muss das Fleisch in kleine Stücke geschnitten werden, um zugleich mit dem Gemüse gar zu werden.

Bunt und lecker ist Gemüsereis. Der Reis wird gekocht und mit dem kurz angebratenen Gemüse vermischt. Als Würze dienen diverse Kräuter. Wer nicht gerne Reis isst, kann die Gemüsepfanne auch mit Nudeln machen.

Die Okinawa Diät ist auch für Vegetarier geeignet. Satt Fisch oder Fleisch wird einfach Tofu verwendet. Dieser ist gesund und auch nicht so fett wie Fleisch.

Da viele Nahrungsmittel für die Diät verwendet und kombiniert werden können, ist diese Diät keinesfalls eintönig oder langweilig. Kräuter, die zum Würzen verwendet werden, geben den Gerichten eine besondere Note. Je mehr Gewürze man in die Speisen gibt, umso weniger Salz wird benötigt.

Als vitaminreiches Dessert kann ein Obstsalat serviert werden. Ideale Obstorten sind Erdbeeren, Orangen, Aprikosen und Äpfel. Gesüßt wird der Obstsalat maximal mit einem kleinen Löffel Honig.

Erlaubte Okinawa Diät Lebensmittel

In Mengen können Lebensmittel mit einer Kaloriendichte, die unter 0,7 liegt, gegessen werden. Getränke wie Wasser oder Tee sind empfehlenswert. Bei den Obstsorten sind es Äpfel, Orangen oder Aprikosen, die unbeschränkt verzehrt werden können. Gemüsesorten, wie Gurke, Alge, Endivie oder Zucchini sind für die Okinawa Diät perfekt geeignet. Wer auf seine tägliche Milchration nicht verzichten möchte, muss Joghurt mit 0% Fett wählen.

In Maßen dürfen Lebensmittel mit einer Kaloriendichte von 0,8 bis 1,5 verzehrt werden. Zu diesen Nahrungsmitteln gehören Bananen, Kartoffeln, Nudeln, Geflügel, Reis, oder auch fetter Fisch und Hülsenfrüchte. Pro Tag sollten etwa nur 60 bis 70 Gramm Fett verzehrt werden.

Nicht erlaubte Okinawa Diät Lebensmittel

Gezuckerte Getränke oder auch weißer Zucker sind in der Okinawa Diät nicht erlaubt. Fettiges Fleisch oder minderwertige Fette sind ebenfalls verboten. Zu den nicht empfehlenswerten Fetten gehören Butter, Schmalz oder Öle, die keine ungesättigten Fettsäuren enthalten.

Salz sollte extrem sparsam verwendet werden. Stattdessen wird mit verschiedenen Kräutern gewürzt. Selbstverständlich sind auch Fertigprodukte nicht erlaubt. Sie enthalten zu viele versteckte Fette und Zucker. Mayonnaise, Erdnüsse, Pistazien, Speck, Hasel-und Walnüsse und Kekse sowie Alkohol sind auch ein Tabu während der Diät.

Beispiel für einen Okinawa Diät Plan

Jede Mahlzeit der Okinawa Diät beginnt mit einer Miso-Suppe. Miso ist eine Paste, die aus Sojabohnen hergestellt wird. Man bekommt sie in einem Asia Laden. Das ist schon der erste Weg zum schlank werden. Die Suppe füllt schon den Magen, von der Hauptspeise kann nicht so viel gegessen werden.

Drei Mal in der Woche sollte Fisch auf den Teller kommen. In der Okinawa Diät soll auch buntes Gemüse vorkommen. Jedes Gericht soll, mit den erlaubten Lebensmitteln so bunt wie möglich gestaltet werden.

Der Morgen beginnt mit leuchtenden Farben. Rot, Gelb und Orange dominieren. Das darin enthaltene Beta Karotin schützt vor dem UV-Licht. Rot steht für die Entwässerung des Körpers. Flavonoide, die in Erdbeeren, Pflaumen, Brombeeren oder in Roter Beete enthalten sind, haben eine antioxidative Wirkung. Gefäßwände werden gestärkt.

Mittags werden blaue, grüne und gelbe Lebensmittel zubereitet, die mit weißem Fleisch, also Fisch oder Hühnchen, kombiniert werden.

Abends dominieren Blautöne. Auberginen sind wahre Kalziumspender, sie enthalten aber auch Eisen und die Vitamine C und B.

Zwischendurch werden weiße Nahrungsmittel verzehrt. Beispiele dafür sind Blumenkohl, Tofu, Fenchel und Litschis.

Die Okinawa Diät – Garantie für längeres Leben?
3.5 (70%) 2 votes

Über Diana Sander

In der News Redaktion versorgt Diana uns mit Neuigkeiten aus der Welt der Diäten. Zu Ihren Hobbys zählen Weltreisen und Frauen-Fussball.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.