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Die Velocity Diät – Erfahrung und Beispiel Diätplan

Die Velocity Diät stellt eine Grenzerfahrung auf dem Weg der Gewichtsreduktion dar und ist ganz sicher nichts für schwache Nerven.

Sie ist ausschließlich gesunden Menschen vorbehalten!

Wer diese extreme Erfahrung machen möchte und durchhält, wird mit durchschlagendem Erfolg belohnt.

Das Besondere an der Velocity Diät

Diese Art der extremen Ernährungsumstellung nutzen viele Sportler, um sich schnell in Form zu bringen oder/und für einen Wettkampf vorzubereiten. Obwohl sie als Low-Carb-Diät gilt, erlaubt sie etwas mehr Kohlenhydrate zum Erhalt der Trainingsenergie. Jedoch bleibt die aufgenommene Kalorienzahl gering.

Teil des Programms sind weniger feste Mahlzeiten, als die Aufnahme von Nahrungsergänzungen wie z. B. Omega-3-Fette und Eiweißshakes, deren Proteine der Muskulatur zugutekommen. Die genannten vier Wochen beinhalten insgesamt nur acht feste Mahlzeiten. Innerhalb dieser Zeit empfiehlt sich ein Trainingsprogramm, das dem Körpertyp angepasst sein sollte (Hardgainer oder Softgainer). Trainierende, die bei der geringen Kalorienaufnahme nicht in der Lage sind, ihr übliches hartes Programm durchzuführen, können in diesem Fall ein höheres Volumen mit geringerer Intensität trainieren.

Ein wichtiger Hinweis >> Die Velocity Diät ist nicht als Langzeiternährung vorgesehen und sollte den maximalen Zeitraum von vier Wochen für die Durchführung nicht überschreiten.

Der Diätaufbau

Als Beispiel soll in diesem Text ein ca. 80 kg schwerer Fitness-Sportler oder Bodybilder herhalten. An einem Trainingstag nimmt er während der Diätphase ca. 1700 kcal zu sich. Um die Trainingserfolge zu optimieren, kann er bei Bedarf noch einen Post Workout Shake konsumieren.

Über den Tag verteilt nimmt er fünf große Proteinshakes zu sich. Jeder Shake liefert ca. 240 kcal und 48 g Eiweiß. Nach dem Training werden dem Shake noch 80 g kurzkettige Kohlenhydrate beigefügt (z. B. Maltodextrin). Inklusive Shakes und Maltodextrin liegt die Kalorienbilanz bereits bei 1520 kcal. Essentielle Fette wie Omega-3 sollten 15 g täglich nicht unterschreiten.

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Auch Ballaststoffe finden Berücksichtigung und werden in Form von geschrotetem Leinsamen aufgenommen (der im Übrigen auch reichlich Omega-3 enthält). 50 g des Leinsamens verteilt er dabei auf die Shakes (Ausnahme: der Shake nach dem Training, da die Aufnahmegeschwindigkeit des Proteins sonst verringert wäre). Mit 50 g Leinsamen nimmt er 17 g Ballaststoffe und 16 g gesunde Fettsäuren auf. Alles zusammen führt zu einer Kalorienbilanz von 1700 Kalorien.

Ein trainingsfreier Tag beinhaltet dieselben Komponenten, wie beschrieben (5 große Eiweißshakes mit geschrotetem Leinsamen), jedoch werden zusätzliche Kalorien in Form von Omega-3-Fettsäuren zugeführt. Dies kann in Form von Omega-3-Kapseln geschehen. Die Kalorienaufnahme an einem freien Tag liegt bei ca. 1450 kcal – wohlgemerkt: bei unserem Beispielsportler von 80 kg.

Der sogenannte Spezialtag ist in der Regel der Sonntag, auf den sich sicherlich alle Diätler freuen, denn an ihm dürfen sie ausgewogen und abwechslungsreich essen. Zwei feste Mahlzeiten in normalen Portionen sind vorgesehen. Zu beachten ist dabei, dass sie kohlenhydratreich sein und die Fettzufuhr bei 20 – 30 g liegen sollte. Empfohlen werden z. B. Reis mit Pute, Haferflocken mit Obst oder auch Nudeln mit magerem Fleisch.

Eine genaue Kalorienmenge ist nicht vorgegeben, jedoch sollte man sich nicht selbst beschummeln, sondern auf normale Portionsgrößen achten. Diese Mahlzeiten können mittags oder am frühen Abend verzehrt werden. Zusätzlich werden bei Bedarf noch drei große Protein-Shakes aufgenommen.

Beispiel für einen trainingsfreien Tag

Jeweils um 8.00, 11.00, 14.00, 17.00 und 20.00 Uhr nimmt der Trainierende 58 g Whey-Protein, 10 g geschroteten Leinsamen und 4 Kapseln Omega-3-Kapseln zu sich mit einer Bilanz von 290,5 kcal, 50,5 g Proteinen, 6,6 g Fett und 6 g Kohlenhydraten zu sich. Bei fünf Mahlzeiten über den Tag verteilt kommt er auf diese Weise auf 1452,5 kcal, 252,5 g Proteine, 33 g Fett und 30 g Kohlenhydrate.

Dies scheint vergleichsweise wenig, doch ist das Ziel ja der Fettabbau bzw. der Muskelaufbau.

Was man noch wissen sollte

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass man in der Diätphase ausreichende Wassermengen zuführt, und zwar pro 20 kg Körpergewicht mindestens ein Liter. Bei unserem Beispielsportler von 80 kg Gewicht wären dies vier Liter. Bei körperlicher Anstrengung und/oder hohen Temperaturen steigt die Menge noch. Auch grüner Tee kann konsumiert werden.

Welche Proteinshakes man nutzen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Sie sollten jedoch weniger als 3 g Kohlenhydrate pro Portion enthalten.

Nicht erschrecken muss man, wenn man nach der Velocity Diät einige Kilo zunimmt, die auf der Wassermenge und eingelagerten Kohlenhydraten basieren. Dies ist ein normaler und einkalkulierter Vorgang.

Nach der Velocity Diät ist es ratsam, eine zweiwöchige Übergangsphase einzuplanen, bis man wieder zur normalen, ausgewogenen Ernährung zurückgekehrt ist. Dabei wird die Kalorienzahl täglich um ca. 100 kcal gesteigert, bis das normale Energielevel wieder erreicht ist. Damit verhindert man die Fetteinlagerung in der ersten Zeit auf Grund des reduzierten Grundumsatzes.

Es sei hier noch einmal betont, dass diese Diätform nicht für eine Langzeiternährung geeignet ist. Sie dient dem Fettab- und Muskelaufbau in der extremsten Form und sollte keinesfalls die Dauer von vier Wochen überschreiten. Für eine gesunde Lebensweise ist außerhalb der Diätphasen eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung mit entsprechender Lebensführung zu empfehlen.

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