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Wie viel Körperfett ist gesund?

Wie viel Körperfett ist gesund?

Der Körperfettanteil gibt an, wie viel Fett prozentual im menschlichen Körper zu finden ist. Ist zu viel Körperfett im Körper zugegen, erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten, wie Arteriosklerose oder andere Krankheitsbilder. Demnach gilt es jetzt das Körperfett zu senken. Dies erfolgt am Ehesten durch mehr Bewegung, sowie durch eine kalorienarme Ernährungsweise.

Was bedeuten BMI, sowie Körperfettanteil?

Der Body-Mass-Index, kurz BMI, setzt beim Menschen das Körpergewicht, sowie die Körpergröße zueinander ins Verhältnis. Der BMI-Wert kann demnach eine grobe Orientierung liefern, ob eine Person unter-, normal- oder übergewichtig ist. Wie der menschliche Körper allerdings zusammengesetzt ist, erfährt man nicht über den Body-Mass-Index.

Wer genaue Informationen zur Zusammensetzung seines Körpers erhalten möchte, muss sich demnach seinen Körperfettanteil genau ansehen. Dieser gibt an, aus wie viel Prozent Fett die Masse des Körpers besteht. Die Figur sagt dabei allerdings wenig über den Fettanteil im Körper aus, denn auch schlanke Personen können über zu viel Körperfett verfügen. So sind Fetteinlagerungen nicht immer von außen zu sehen, denn zum Teil wird Fett auch häufig in den Körperhöhlen eingelagert, die sich tief im Inneren befinden.

Was ist der Unterschied zwischen Strukturfett und Speicherfett?

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Geht es um das Verhältnis verschiedener Arten von Fett im menschlichen Körper liefert aber auch der Körperfettanteil nicht die entsprechenden Informationen. Gerade in diesem Bereich gibt es aber bedeutende Unterschiede. Sprechen wir vom sogenannten Strukturfett ist dieses enorm wichtig für die Organe, sowie für die Gelenke, denn dieses spezielle Fett schützt diese vor einer enormen Druckbelastung.

Dass sogenannte Speicherfett dagegen, kann unsere Gesundheit schaden, wenn dies in zu hohen Mengen im menschlichen Körper vertreten ist. So deponiert sich diesen Fett allzu gerne in der Unterhaut und findet sich demnach hauptsächlich in Problemzonen, wie Bauch, Beine und Po wieder. Kommt es zu Hungerzeiten greift der Körper als Erstes auf diese Fetteinlagerungen zurück, so dass der Mensch aus diesem Grund bis zu 40 Tagen ohne eine Nahrungsaufnahme überleben kann.

Im Grunde sollte ein jeder Mensch weder zu viel, noch zu wenig Körperfett besitzen. So sind zu große Körperfettmengen genauso schädlich, wie zu geringe Körperfettanteile für die Gesundheit. Verfügt der Körper über zu geringe Anteile an Fett, führt dies dazu, dass die Strukturfetteinlagen angezapft werden. Dies wiederum führt zu Funktionsstörungen und ist somit gefährlich. Dies kann passieren, wenn Frauen einen Körperfettanteil von unter zwölf Prozent und Männer einen Körperfettanteil von unter sechs Prozent mitbringen.

Wie beeinflusst ein zu hoher Körperfettanteil das menschliche Herz-Kreislaufsystem?

Wer über einen zu hohen Körperfettanteil verfügt, muss damit rechnen, dass dies die Gesundheit beeinträchtigt, denn viele Betroffene leiden in diesem Fall an Bluthochdruck, sowie an erhöhte Blutfettwerte. Demzufolge steigt ebenso das Risiko an Krankheitsbildern zu erkranken, die das Herz-Kreislaufsystem betreffen. Erkrankungen, wie Arteriosklerose, sowie ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt können demnach die Folge sein. Ebenso erkranken Menschen mit einem zu hohen Körperfettanteil oftmals an Diabetes mellitus.

Körperfett ist aber nicht gleich Körperfett, denn Problemzonen, die sich an den Oberschenkeln, wie am Po befinden, stellen kaum ein Gesundheitsrisiko dar. Anders hingegen sieht es beim Bauchfett aus, denn dieses birgt enorme Gefahren. So werden hier zahlreiche Stoffe hergestellt die, die Gefäße schädigen können, so dass Fett am Bauch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen stark begünstigt.

Wie lässt sich überschüssiges Körperfett reduzieren?

Wer sein Körperfett langanhaltend loswerden möchte, sollte dies nicht mit einer Crash-Diät in die Weg leiten, denn das wird keinesfalls funktionieren. Es empfiehlt sich daher besser sein gesamtes Leben entsprechend umzukrempeln und neben einer gesunden, ausgewogenen Ernährung auch auf mehr Bewegung im Alltag zu setzen.

Wer zudem nicht nur allein mit einem erhöhten Körperfettanteil, sondern ebenso mit Übergewicht zu kämpfen hat, der sollte weniger Kalorien zu sich nehmen, als er verbraucht. Gesunde Nahrungsmittel, wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte gilt es diesem Fall bevorzugt in den Speiseplan einzubauen, während auf süße, wie fettige Kost besser gänzlich verzichtet wird.

Allein mit einer positiv veränderten Umstellung der Ernährung ist es aber leider auch hier nicht getan, denn um den Körperfettanteil effektiv zu senken, gilt es ebenfalls auf ein regelmäßiges Sportprogramm zu setzen. Ausdauersportarten, wie Radfahren, Joggen, Schwimmen oder ähnliches eignen sich hier besonders gut. Drei bis vier Mal in der Woche eine halbe Stunde Training können beim Fettabbau helfen.

Schlanke Menschen, die dennoch mit einem erhöhten Körperfettanteil zu kämpfen haben, sollten zudem besser neben einer Ausdauersportart auf Kraftsport vertrauen, denn auf diesem Wege lassen sich gezielt Muskeln aufbauen.

Körperfettanteil berechnen mit Hilfe von hydrostatischem Wiegen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Körperfettanteil zu berechnen bzw. zu messen. Nicht jedes Verfahren ermöglicht hier allerdings exakte Ergebnisse. Am genauesten soll laut der Experten das hydrostatische Wiegen sein. So wird das Körpergewicht in diesem Fall unter Wasser gemessen und parallel dazu kommt es einer Aufzeichnung der Wassermenge, die hier während des Wiegens durch den Körper verdrängt wird. Diese Methode erlaubt zwar genaue Ergebnisse, wenn es um den Körperfettanteil geht, allerdings ist diese auch sehr kostspielig, sowie aufwendig, so dass dieses Verfahren eher selten zum Einsatz kommt.

Mit einem Caliper den Körperfettanteil bestimmen

Mit Hilfe eines sogenannten Calipers kann ebenfalls der Körperfettanteil bestimmt werden. So wird hier mit einem Messschieber die Hautfaltendicke gemessen. Je dicker die Hautfalte ist, desto höher ist hier der Körperfettanteil. Damit hier die Resultate so genau wie nur möglich ausfallen, gilt es stets das Messverfahren von der gleichen Person durchführen zu lassen. Zudem ist es stets ratsam, eine jede Hautfalte gleich dreimal zu messen und anschließend den Mittelwert dieser drei Ergebnisse zu bestimmen.

Im Gegensatz zu anderen elektrischen Methoden kommt es bei diesem Messverfahren nicht durch den Kaffee- oder Alkoholgenuss zu abweichenden Ergebnissen und auch der Zeitpunkt der Messung spielt keine Rolle, denn das Unterhautfett kann sich nicht so schnell auf-, wie abbauen.

Hautfaltenmessung für Frauen und Männer

Damit es bei der Hautfaltenmessung zu genauen Resultaten kommen kann, sollten Frauen, wie Männer ihre Haut gleich an drei verschiedenen Körperstellen mit dem Caliper messen.

Frauen:

  1. Hüfte

Über den Hüftknochen gilt es eine Hautfalte im 30 Grad Winkel zu bilden und zu vermessen.

  1. Bauch

Genau neben dem Bauchnabel gilt es eine zwei bis drei Zentimeter dicke Hautfalte zu bilden und zu messen.

  1. Oberarm

Auf der Rückseite des Oberarms sollte hier eine Falte in Längsrichtung gebildet werden und mit dem Caliper gemessen werden.

Männer:

  1. Oberschenkel

Auf der Vorderseite des Oberschenkels sollte eine Falte gebildet und gemessen werden, allerdings gilt es hier möglichst in der Mitte eine Falte zu bilden.

  1. Bauch

Neben dem Bauchnabel gilt es, wie bei den Frauen, eine zwei bis drei Zentimeter dicke Hautfalte zu bilden und diese mit dem Messgerät zu messen.

  1. Brust

Zwischen Brust und Achsel gilt es hier eine Hautfalte zu bilden. Diese sollte am besten dem großen Brustmuskel in der Richtung folgen.

Mit einer Körperfettwaage den Körperfettanteil messen

Auch spezielle Körperfettwaagen sind in der Lage den Körperfettanteil zu bestimmen, indem diese in geringem Maß Strom durch den Körper schicken. Experten sprechen hier von einer sogenannten Bio-Impedanz-Analyse. Mit Hilfe des elektrischen Widerstands wird hier am Ende der Körperfettanteil bestimmt, denn Fett leitet Strom weitaus schlechter durch den Körper als die Muskeln und bringt demnach einen größeren Widerstand mit.

Zahlreiche Waagen dieser Art liefern aber eher ungenaue Ergebnisse, da viele Geräte den Strom meist nur durch den unteren Körperteil leiten. Das Bauchfett, welches als besonders gefährlich gilt, wird somit meist kaum gemessen, so dass es sich hier empfiehlt auf Körperfettwaagen zu setzen, die neben den Elektroden an den Füßen, ebenfalls Handsensoren mitbringen.

Zudem können verschiedene Faktoren hier die Messresultate beeinflussen. Eine volle Blase, eingecremte Haut, sowie nasse Füße können das Ergebnis demnach verfälschen und somit kann das Resultat bis zu 30% zu niedrig ausfallen.

Lässt sich der Körperfettanteil berechnen?

Ohne Hilfe irgendwelcher Messgeräte lässt sich der Körperfettanteil leider nicht berechnen. Es finden sich zwar in diesem Bereich einige Formeln, allerdings kommt es hier eher zu sehr ungenauen Resultaten. So gibt es Online-Rechner, die den Bauchumfang ins Verhältnis zum Gesamtgewicht des Körpers setzen. Über das Verhältnis von Fett, wie Muskulatur im Körper sagt aber der Bauchumfang kaum etwas aus.

Auch die sogenannte US-Navy Methode ist keineswegs zuverlässig, auch, wenn hier neben dem Bauchumfang, ebenso der Hüftumfang, der Halsumfang, sowie die Körpergröße mit einbezogen werden, denn auch mit dieser Formel lässt sich nicht genau herausfinden, wie das Verhältnis Fett und Muskulatur im Körper tatsächlich ist.

Die Körperfett-Tabelle

Sowohl vom Körperbau, als auch vom Geschlecht, sowie vom Alter hängt es ab, welcher Körperfettanteil als normal gilt. Generell ist es allerdings immer so, dass Frauen einen weitaus höheren Körperfettanteil besitzen, als die Herren. Mit dem voranschreiten der Lebensjahre erhöht sich der Körperfettanteil außerdem automatisch, denn jetzt beginnt der Körper Muskeln abzubauen. Im Internet finden sich zahlreiche Körperfett-Tabellen, wo ein jeder auf einem Blick sehen, ob sein Körperfettanteil normal oder zu hoch bzw. zu niedrig ist.

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Über Kim Weiss

Ein gesunder Lifestyle ist meine Passion. Ernährung und Diät sind die beiden Hauptthemen, in meinem Job als Ernährungsberaterin, welche mir täglich begegnen.

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